Schlagwort: Reise

Fähren nach Schweden im Vergleich (Preise 2022)

Fähren von Finnlines und TT Line liegen im Hafen von Travemünde

Es gibt mehrere Möglichkeiten, wie du nach Schweden kommst. Für Städtetrips bietet sich das Flugzeug an, auch per Bus oder Bahn kommst du relativ problemlos über die Ostsee. Da die meisten Schwedenurlauber aber ihr eigenes Auto mitnehmen wollen, wählen sie das Schiff. Aber es gibt viele Fähren. Welche soll ich wählen? Wir haben die wichtigsten Verbindungen aufgelistet und die Preise verglichen. Am Ende des Artikels findest du zudem noch einen kleinen Trick, wie du ein wenig Geld sparen kannst.

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Von Arlanda nach Stockholm – billig oder schnell?

Flughafen Arlanda, Stockholm

Der Stockholmer Flughafen Arlanda liegt weit außerhalb der schwedischen Hauptstadt. Sogar ein bisschen näher an Uppsala als an Stockholm. Etwa 45 Kilometer sind es mit dem Auto vom Flughafen in die Innenstadt. Wer nicht direkt am Airport ein Mietauto holt und nach Stockholm möchte, hat nun die Qual der Wahl. Denn es gibt mehrere Möglichkeiten, wie du in die Stadt kommst – billige, aber langsame und schnelle, aber teure. Die Übersicht.

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Göteborg – nachhaltig, vielseitig, urban und ganz viel Natur

Göteborg

Manchmal tut sich Göteborg schwer, steht die zweitgrößte Stadt Schwedens doch oft im Schatten Stockholms. Und ja, hinsichtlich der Sehenswürdigkeiten kann Göteborg gegenüber der Hauptstadt kaum punkten. Seitdem ich aber in Göteborg gelebt und gearbeitet habe, weiß ich, dass man anders an diese Stadt herangehen muss. Man kann sie nicht innerhalb eines Tages auf klassischen Sightseeing-Wegen abarbeiten. Nein, man muss „världens bästa stad“ (die beste Stadt der Welt, wie sie bescheiden von manchen Göteborgern bezeichnet wird) erleben. Wo fängt man dabei an? Am besten bei der Anreise – den schon die kann ein Erlebnis sein.

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Stockholm im Jahr der Corona-Epidemie – ein Erfahrungsbericht

Stockholm im Jahr 2020 – damit verknüpft man fast automatisch Corona. Zum einen weil die schwedische Hauptstadt wie nur wenige andere Städte von Corona heimgesucht wurde, zum anderen weil über nur wenige Städte während der Corona-Epidemie so intensiv berichtet wurde. Und nun eine Reise nach Stockholm im Jahr 2020. Ist das überhaupt vertretbar? Kann man das machen? Wir haben es gewagt – und überlebt.

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Lappland von Abisko aus entdecken

Abisko - Blick auf Torneträsk und Lapporten

Am einen Tag holte ich mir einen fetten Sonnenbrand. Mit über 30 Grad weit nördlich des Polarkreises hatte ich irgendwie nicht gerechnet. An einem anderen Tag musste ich Wanderschuhe und Socken ausziehen und die Hose hochkrempeln, um durch eiskaltes Schmelzwasser zu waten. Die Brücke war überspült. Und wieder an einem anderen Tag wanderte ich um Mitternacht bei Sonnenschein auf einen Berg. Ein Skifahrer kam mir entgegen – im Frühsommer wohlgemerkt. Lappland ist ein perfekter Ort für Kuriositäten. Und Abisko ein idealer Ort, um Lappland zu entdecken.

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Die drei Holzstädte Nora, Eksjö und Hjo

Lange Zeit prägte Nora mein Bild von schwedischen Städten. Hier in der Nähe machte ich als kleines Kind mit meiner Familie oft Urlaub. Nora war für mich eine typische schwedische Stadt: klein, gemütlich und vor allem mit vielen Holzhäusern. Erst Jahre später erkannte ich, dass Nora mit diesem Stadtbild eine wahre Perle und alles andere als „gewöhnlich“ ist. Nur in wenigen anderen Städten sind die alten Holzhäuser so gut bewahrt wie hier. Eksjö und Hjo sind zwei weitere Beispiele. Diese drei – Nora, Eksjö und Hjo – gelten als die Holzstädte, „de tre trästäderna“.

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Kiruna – eine Stadt wird untergraben und zieht um

Kiruna mit Bergbau im Hintergrund

Kiruna ist eine besondere Stadt. Nicht, weil sie besonders schön ist. Nein. Recht kreativlose Zweckbauten reihen sich hier aneinander. Schön ist die Stadt – betrachtet man nur die Gebäude – nicht. Kiruna ist aus anderen Gründen besonders: Zum einen liegt die Stadt inmitten der endlosen, fantastischen Weite Lapplands, zum anderen wird das Zentrum gerade umgezogen. Das ist einzigartig.

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Anreise nach Schweden: viele Möglichkeiten und kein klarer Favorit

Mit dem Auto nach Schweden - Anreise

Viele Wege führen nach Schweden. Gemeinsam haben sie eines: Irgendwie muss man über die Ostsee drüber. Aber welche Anreise ist die geschickteste? Mit dem Auto und einer Fähre? Oder doch über die Brücke? Ist es überhaupt sinnvoll, das Auto zu nehmen? Schließlich gibt es ja auch noch Flug, Bus und Bahn. Um einen Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten zu bekommen, stellen wir hier die wichtigsten Wege der Anreise vor. Aber schon jetzt können wir sagen: Bei der Frage nach einem Favoriten müssen wir antworten mit einem klaren und bestimmten „Es kommt drauf an“ …

Welche Anreise die beste für dich ist, hängt davon ab, wohin du reist, was du dort vorhast und natürlich auch, welcher Reisetyp du bist. Wirst du zum Beispiel bei der kleinsten Welle seekrank, ist die Fähre wohl nichts für dich. Klar.

Wir sind bereits mit Auto, Fähre, Zug und Flugzeug nach Schweden gereist – einzig der Fernbus fehlt uns noch. Jede Reiseart hat so ihre eigenen Vorzüge – und Preise.

Anreise mit dem Auto (und Fähre beziehungsweise Brücke)

Am liebsten fahren wir mit dem eigenen Auto nach Schweden. Und wir vermuten, dass es den meisten Schwedenurlaubern so geht. Der Grund ist ein einfacher: In Schweden gibt es vor allem auf dem Land viele wunderbare Orte und Plätze zu entdecken. Viele davon sind aber fernab von der nächsten Bushaltestelle oder einem Bahnhof, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln also nicht zu erreichen.

Wenn du mit dem Auto unterwegs bist, kommst du an einsame Seen und herrliche Badeplätze, die du mit niemandem teilen musst. Ein Schild zu einem Flohmarkt („loppis“), das dich zu einem abgelegenen Hof führt? Kein Problem. Auch viele Ferienhäuser lassen sich mit dem Auto einfach viel bequemer erreichen.

Kurzum: Schweden ist ein Land, das sich hervorragend mit dem Auto entdecken lässt.

Fähren von Finnlines und TT Line liegen im Hafen von Travemünde
Eine angenehme Anreise: mit Auto und Fähre

Fähre oder Brücke?

Wenn du mit dem eigenen Auto anreist, musst du irgendwie über die Ostsee. Entweder du nimmst eine Fähre (die zentralen Verbindungen mit aktuellen Preisen haben wir in einem eigenen Artikel zusammengestellt) oder du fährst über Dänemark und südlich von Kopenhagen auf die Öresundbrücke, die dich nach Malmö bringt. Für einen normalen Pkw beträgt die Mautgebühr 50,- Euro.

Die Brücke ist natürlich ein Highlight, schließlich fährt man nicht alle Tage übers Meer. Insbesondere, wenn du nach Südschweden willst, ist sie sicherlich eine gute Alternative. Wir ziehen trotzdem die Überfahrt mit einer Fähre vor. Meist nehmen wir eine Nachtfähre, da wir dann ausgeruht morgens in Schweden ankommen und dort wieder ordentlich Strecke machen können. Auch wenn wir nach Göteborg, Bohuslän oder Värmland wollen, steigen wir lieber auf die – zugegeben recht teure – Fähre von Kiel nach Göteborg, da wir so einige Kilometer hinter dem Steuer sparen.

Letztlich ist die Frage nach Fähre oder Brücke vor allem abhängig vom Reiseziel und dem persönlichen Geschmack.

Anreise nach Schweden mit dem Flugzeug
Nicht sehr ökologisch, aber dafür schnell: die Anreise per Flugzeug

Die besten Flugverbindungen nach Schweden (Direktflüge)

Es gibt mehrere Flugverbindungen von Deutschland nach Schweden. Die besten und häufigsten Verbindungen gibt es – klar – nach Stockholm. Von Berlin aus fliegen SAS, Norwegian und EasyJet, von München aus SAS und Lufthansa, von Frankfurt ebenfalls SAS und Lufthansa. Des Weiteren wird Stockholm angesteuert aus: Düsseldorf (Eurowings, SAS), Köln (Eurowings), Hamburg (Eurowings, SAS), Stuttgart (SAS).

Auch Ryanair fliegt nach Stockholm, wobei der Stockholmer Ryanair-Flugplatz Skavsta ungefähr so weit weg ist wie Frankfurt-Hahn von Frankfurt. Von Bremen, Düsseldorf Weeze und Memmingen erreichst du Skavsta.

Göteborg wird angeflogen von Lufthansa aus Frankfurt, SAS und Lufthansa aus München, Czech Airlines aus Hamburg und Eurowings aus Düsseldorf. Easyjet hat zudem den Verkehr zwischen Berlin und Göteborg aufgenommen.

Die kleine schwedische Fluggesellschaft BRA (Braathens Regional Airways) bietet zudem Direktflüge von Berlin nach Växjö, Göteborg und Malmö an.

Für Wintersportler interessant ist der Direktflug von Berlin nach in den schwedischen Wintersportort Åre, den Easyjet seit Neuestem anbietet.

Flüge aus Österreich und der Schweiz

Austrian Airlines bieten Direktflüge von Wien nach Stockholm und Göteborg an.

Aus der Schweiz gelangst du mit Swiss und SAS von Zürich nach Stockholm und mit EasyJet von Genf und Basel in die schwedische Hauptstadt. Swiss fliegt zudem direkt von Zürich nach Göteborg.

Dies sind die Direktflüge von Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Schweden. Falls wir eine Flugverbindung übersehen haben, bitten wir dies zu entschuldigen. Natürlich gibt es noch etliche weitere Verbindungen mit Zwischenstopps, zum Beispiel von KLM. Da wir Fliegen aus ökologischen Gründen für nicht die beste Reiseart halten (vor allem nicht in so nahgelegene Länder wie Schweden), haben wir hier aber auf die Angabe von Flügen mit Zwischenstopps verzichtet.

Wann lohnt es sich, mit dem Flugzeug nach Schweden zu reisen?

Die Anreise mit dem Flugzeug lohnt sich vor allem bei reinen Städtereisen nach Göteborg und Stockholm. Auch wer im Norden Schwedens Urlaub machen und sich die weite Fahrstrecke sparen möchte, ist mit dem Flugzeug gut bedient. Am besten ist es hier, nach Stockholm zu fliegen und von dort aus einen Inlandsflug gen Norden zu nehmen.

Du willst vom Stockholmer Flughafen Arlanda in die Innenstadt? Hier findest du die Übersicht über die verschiedenen Möglichkeiten.

Um in den Norden zu kommen, kannst du aber auch die Bahn nehmen. Von Göteborg über Stockholm fährt ein Nachtzug bis nach Boden und von dort aus weiter über Kiruna bis ins norwegische Narvik. Lappland kann also auch sehr bequem mit dem Zug erreicht werden.

Anreise mit Bus und Bahn

Bei vielen steht die Anreise mit Bus und Bahn nicht auf dem Zettel. Doch wer ökologisch und – im Falle des Fernbusses – günstig reisen möchte, der kann mit diesen beiden Reisemöglichkeiten gar nicht schlecht fahren.

Im Süden Schwedens kann man gut mit der Bahn reisen. Hier kannst du die meisten größeren Orte erreichen. Anders sieht es in der Mitte und im Norden Schwedens aus. Da wird das Bahnnetz doch recht dünn. Nur der oben erwähnte Nachtzug und die gemütliche Inlandsbanan bringen dich in den Norden.

Von Hamburg aus gibt es angenehme Verbindungen nach Kopenhagen und von dort aus über die Öresundbrücke nach Schweden. Informationen zu Zugverbindungen in Schweden findest du unter sj.se.

Anreise nach Schweden mit dem Fernbus
Eine billige Alternative: die Anreise mit dem Fernbus

Interessant können auch die Fernbusse sein, da das Busnetz in Schweden gut ausgebaut ist. Mit Swebus kannst du beispielsweise von Berlin oder Hamburg aus nach Schweden fahren. Swebus ist auch bis zur Höhe Stockholm der Platzhirsch unter den Fernbussen. Mit Ybuss gelangst du von Stockholm aus entlang der Küste nach Norden bis nach Umeå. Auch Nettbuss, SvenskaBuss und andere Busunternehmen bieten teils wirklich günstige Verbindungen an. Und auch Flixbus ist natürlich mittlerweile in Schweden präsent. Über Lübeck oder Rostock bringt dich Flixbus via Kopenhagen ebenfalls nach Schweden.

 

Hast du Fragen oder Tipps zu der einen oder anderen Art der Anreise? Dann hinterlasse gerne einen Kommentar!

„Smultronställe“ – Blogger verraten ihre liebsten Orte

Smultronställe in Värmland

Der Fels im Wasser ist geformt wie eine Couch. Eine kleine Mulde zum Sitzen, rechts eine Armlehne, hinten etwas erhöht, um den Kopf anzulehnen. Mit einem kleinen Satz springe ich vom Ufer hinüber auf den Felsen, lege mich in die Mulde, lese ein Buch und genieße das Schwappen des Wassers, den sanften Wind und die milde Sonne. Dieser Fels am Ufer des Sees Varpan bei Falun ist meine „Smultronställe“, mein verborgener Lieblingsort, an den ich wieder und wieder zurückkehre.

„Smultron“ sind Walderdbeeren, eine „Smultronställe“ also ein Ort, an dem Walderdbeeren wachsen. Aber im übertragenen Sinn ist eine „Smultronställe“ viel mehr als das: Es ist ein Ort, an den man gerne zurückkehrt, an dem man zu sich selbst kommen kann und sich einfach wohlfühlt. Das kann ein schöner Fleck irgendwo im Wald, am Meer oder auch mitten in der Stadt sein. Auch Cafés, die Sommerstuga oder was auch immer können „Smultronställen“ sein. Oft sind sie ein wenig verborgen und einsame Plätze. Aber nicht zwingend. Das Entscheidende ist: Du fühlst dich dort ganz besonders geborgen.

Skandinavien-Blogger verraten ihre „Smultronställe“

So hat jeder seine ganz eigenen, ganz persönlichen „Smultronställen“. Wir haben andere Skandinavien-Blogger gefragt, wo sich ihre liebsten Orte in Schweden befinden. Manche sind schwer erreichbar oder kaum auffindbar. So wie mein „Couch-Stein“ bei Falun. Aber es gibt auch andere, die auch du aufsuchen kannst. Vielleicht werden sie ja auch für dich zu einer „Smultronställe“.

Smultronställe Rörö
Ein traumhafter Ort: Rörö – meine Smultronställe

Ein solcher Ort könnte die Insel Rörö sein. Sie ist die nördlichste der nördlichen Göteborger Schären und ein ganz besonderer Flecken Erde. Klar, alle Schären vor Göteborg sind wunderschön, beschaulich und kennen Hektik und Stress nicht. Rörö sticht dabei aber heraus. Vielleicht liegt es daran, dass der Weg auf die Insel lang ist. Vielleicht auch am Naturreservat, das mehr als zwei Drittel der Insel einnimmt. Hier über die glatt geschliffenen Felsen zu wandern, sich an der Küste in den Wind, angereicht mit salziger Meerluft, zu stellen, irgendwo geschützt von einem Felsen ein Picknick zu machen und dabei kaum einem Menschen zu begegnen, das lässt mich zur Ruhe kommen wie kaum etwas anderes. Hier bin ich und vergesse die Zeit. Und die Arbeit, Stress, Sorgen. Ich bin einfach.

Daher ist Rörö neben dem „Couch-Stein“ im See Varpan meine zweite Smultronställe in Schweden.

Smögen und der Wald von Åmot

Ganz ähnlich wie mir geht es auch Andrea. Der Schweizer bloggt auf Schwedenhappen.ch über sein Lieblingsland und hat ebenso zwei – durchaus ziemlich unterschiedliche – „Smultronställen“:

„Auf die Frage, welches meine Smultronställen ist, würde ich am liebsten mit „das ganze Schweden” antworten. Da dies für dich als Leser kaum hilfreich ist, habe ich zwei meiner absoluten Kraftorte herausgepickt.

Smögenbryggan

Ja, hier ist es laut, es hat in der Saison unglaublich viele Leute und der Platz ist knapp. Wenn ich aber draußen vor dem Pensionat Bryggan im kleinen Restaurant sitze und bei einem Glas Weißen dem Treiben zuschaue, dann werde ich kreativ. Es ist ein Kommen und Gehen, Boote legen an, Touristen schlendern über den Steg und man kommt mit anderen Gästen ins Gespräch.

Schon manche Geschichte hat sich hier in Smögen in mein Gehirn geschlichen und später via MacBook konkretisiert. Spätestens nach dem dritten Glas aus der Traube sind die Gedanken frei und Freude und Melancholie wechseln sich munter ab. Und wenn dann der Tag zur Nacht wird, verziehe ich mich entweder ins Zimmer in der Pension oder in mein kleines Wohnmobil. Das Leben ist gut.

Smultronställe Smögen
Smögenbryggan; Foto: Andrea Ullius

Der Wald von Åmot

Åmot ist ein kleiner Ort in der Gemeinde Ockelbo. Zwei Belgier, Jeroen und Sam haben hier ein wunderbares Refugium namens Stilleben geschaffen. Zentrum ist der Wald rund um Åmot. Hier finde ich im Sommer wie im Winter die wahre Stille. Nur das Rauschen des Windes und die Stimmen der Tiere durchbrechen das Nichts. Hin und wieder ist es auch mein Atem, wenn ich mich mit Schneeschuhen durch den unberührten Wald kämpfe. Manchmal sieht man Elfen und Trolle im Nebel. Wunderbar ist dann die kurze oder längere Rast in einer Hütte oder einem Unterstand mit einer Fralla und Kokkaffe. Einfach mal nichts denken, keine Verpflichtung. Nur ich und die Stille.“

Smultronställe Wald von Åmot
Der Wald von Åmot – ein Wintertraum; Foto: Andrea Ullius

 

Der Reiz der Westküste

Rörö, Smögen – die Westküste scheint einige magische Orte bereitzuhalten. Auch Henrike von einfachschweden.de kommt immer wieder nach Bohuslän zurück:

„Meine Smultronställe in Schweden zu beschreiben ist nicht leicht, weil ich mich überall sehr wohl fühle und mich eigentlich nicht entscheiden kann. Aber es gibt wohl eine Gegend, die es mir angetan hat: Bohuslän. Für mich als Küstenkind gehört Wasser und Wind irgendwie immer zum Wohlfühlen und in Bohuslän kommt noch die fantastische Natur dazu. Die abgerundeten Felsen im Wasser, die Weite, das Meer und einfach die Stimmung, die auf so einer kleinen Insel oder in einem niedlichen Fischerdorf zu finden ist.Ich bin schon oft auf Marstrand gewesen, eine kleine Insel im südlichen Bohuslän. Dort findest du alles von Natur über Kultur, kleinen niedlichen Geschäften, Restaurants und Hotels. Ich habe schon des Öfteren im Hafen von Marstrand den Seglern zugeschaut und mir dann einfach vorgestellt, auf einem Boot draußen auf dem Meer zwischen den Klippen zu sein. Dazu dann noch ein wenig Wind und Sonne. Einfach herrlich!“

Smultronställe Marstrand in Bohuslän
Smultronställe Marstrand; Foto: Henrike Thielk

„Smultronställe“ im hohen Norden

Franzi zieht es hoch hinaus: nach Norden und ins Fjäll. Dort hat die Youtuberin, die auf ihrem Kanal Franzi in Schweden über ihr schwedisches Leben berichtet, ihre „Smultronställe“ entdeckt.

Foto: franzi.in.schweden

„Auf meinen Reisen durch Schweden habe ich in den vergangenen zehn Jahren viele wunderbare Orte entdecken dürfen. Dabei ist mir Jämtland am meisten ans Herz gewachsen. Im Fjäll (dem Hochland) im Westen nahe der Grenze zu Norwegen gelegen, finden sich herrlich abgelegene Plätze. Und genau das macht eine echte „Smultronställe“ für mich persönlich aus: das Gefühl, mitten in der Natur und ganz weit weg vom Trubel der Städte zu sein. Zu diesem Naturerlebnis gehören für mich natürlich die Wälder aus Birken und Nadelbäumen, die Seen, Bäche und Flüsse – aber unbedingt auch die Tierwelt.

Smultronställe Fjäll in Jämtland
Smultronställe mit Ren; Foto: Franzi.in.Schweden

Möchte man Elch, Rentier, Bieber und eventuell auch dem Bär einmal außerhalb eines Geheges begegnen, empfiehlt sich ein Besuch in der Region um Hede und Funäsdalen. Zumindest Rentiere trifft man hier ganz sicher immer an – manchmal direkt vor der Tür seines Ferienhauses oder sogar vor dem Eingang eines Outdoor-Geschäfts!“

Hemma är bäst! Die Stuga als „Smultronställe“

Jaana hat eine wahre, echte „Smultronställe“ gefunden – Walderdbeeren inklusive. Josephine, ihre Blogger-Kollegin von Besser Nord als nie fühlt sich hingegen auf den Stockholmer Schären am wohlsten.

„Meine Smultronställe liegt an einem meiner absoluten Lieblingsorte: unserem Häuschen in Schweden. Der Platz ist ein Ort der Ruhe und totalen Freiheit für mich geworden, wo ich einfach entspannen kann, ungestört und von der Welt abgenabelt, im Herzen der schwedischen Natur. Die Stelle ist ein wenig versteckt, man findet sie nicht einfach so – zum Glück. Direkt hinterm Haus liegt der Wald und ein kleiner Weg führt hinein. Nach ungefähr zwei Metern kommt ein großer Baum und direkt dort, neben dem Weg, wachsen die Erdbeeren. Klein, rot und saftig. Viele sind es nicht, aber deshalb ist die Freude umso größer, wenn man sie entdeckt. Von der Hand geht‘s dann direkt in den Mund.“ (Jaana)

Smultron
Smultron an der Smultronställe; Foto: Jaana / Besser Nord als nie

Der Schären-Traum

„Ein Ausflug nach Vaxholm in den Stockholmer Schären ist nicht gerade ein Geheimtipp, aber für mich das perfekte Sommererlebnis. Schon die Anfahrt, nimmt man die Holzdampfer, ist etwas Besonderes. Aber auch mit dem Bus erreicht man das Inselstädtchen. Allein ihr pittoreskes Erscheinungsbild ist den Ausflug wert, aber vor allem bietet Vaxholm die Zutaten, die für mich zum Sommerurlaub in Schweden dazu gehören: tolle Badestellen und Fika. Rund um den Hafen gibt es zahlreiche Möglichkeiten, eine Fika-Pause einzulegen, aber „Vaxholms Hembygdsgårds Café“ hat es mir besonders angetan. Nach einem Bad kann man zunächst auf den sonnengewärmten Felsen verweilen und sich dann auf das Kuchenbuffet des Cafés stürzen. Besonders schön ist es auf der Terrasse, von wo man Schiffe und den Badespaß beobachten kann. Meer, Sonne und Fika – mehr brauche ich im Sommer nicht und all das bietet Vaxholm.“ (Josephine)

Smultronställe in Vaxholm
Urgemütliches Café als Smultronställe; Foto: Josephine / Besser Nord als nie

Eine Treppe aus Holz, ein Garten, Kaffee – fertig ist die Smultronställe

Wie Jaana hat es auch Inka, seitdem sie in Schweden lebt, nicht weit zu ihrer Smultronställe. Die Bloggerin von Svenska Nyheter lebt mittendrin:

Foto: Svenska Nyheter„Schweden bietet viele wunderbare Rückzugsorte. Die, an denen ich mich besonders wohlfühle, haben eine Gemeinsamkeit: Sie lassen mich dem Trubel entkommen, weil sie mich völlig in Zeit und Raum entrücken. Praktischer ist allerdings, wenn man eine Smultronställe direkt vor der Haustür hat. So kann man dem Alltag mehrmals am Tag für wenige Minuten entgehen. Deshalb habe ich die Treppe vor der Eingangstür zu meiner persönlichen Smultronställe erkoren. Dort zu sitzen, einen Kaffee zu trinken und meinem zweijährigen Sohn beim Spielen zuzuschauen, ist für mich der Inbegriff von Glück. Bis die Elchkuss-Leser ihre eigene, persönliche Smultronställe gefunden haben, möchte ich ihnen eine in Småland empfehlen. In der Nähe von Olofström befindet sich Valhall. Von dem Aussichtspunkt hat man eine atemberaubende Aussicht auf den Orlunden-See und die umliegende Landschaft.“

 

Mit dem Kaffee auf der Treppe - die heimische Smultronställe; Foto: Svenska Nyheter
Mit dem Kaffee auf der Treppe – die heimische Smultronställe; Foto: Svenska Nyheter

Der Tiveden – eine Perle unter den Wäldern

Das deutsch-schwedische Pärchen Anne und Olof hat wie so viele andere nicht nur eine „Smultronställe“. Auf LagomEra bloggen sie über Balance und Zufriedenheit aus Schweden. Beides finden sie an ihrer neu entdeckten Lieblingsstelle: dem Nationalpark Tiveden.

„Unser neuer Schweden-Lieblingsort, den wir in diesem Sommer entdeckt haben, ist der Nationalpark Tiveden und das STF Vandrarhem Tivedstorp mit dem wunderschönen, kleinen Café. Aber was macht das Ganze zu einer „Smultronställe“?
Es ist die wunderbare Natur des Tiveden Nationalparks, die quasi direkt um die Ecke liegt, weil das Wanderheim inmitten des Nationalparks liegt. Die gut markierten Wanderwege bieten viele unterschiedlich anspruchsvolle Touren an. Diese führen durch fast mystische Waldlandschaften, vorbei an riesigen Schluchten und Felsbrocken, idyllischen Seen sowie dem traumhaften Sandstrand von Vitsand und – nicht zu vergessen – Unmengen an Blaubeeren und Preiselbeeren, sogar im Rekordsommer 2018. Übernachten kann man im Wanderheim, aber auch in kleinen Hütten oder im Bulli, Camper oder Zelt auf dem Gelände. Einmal eingecheckt, fühlt man sich dort um 100 Jahre in die Vergangenheit versetzt – alles im wunderschönen alten Stil, einfach und gemütlich und ohne W-Lan! Im Gemeinschaftshaus mit Küche treffen sich jeden Abend Jung und Alt, Schweden und Touristen und man kommt miteinander ins Gespräch. Die Kinder können draußen spielen, Schafe, Pferde und Hühner besuchen, über das Gelände streifen und natürlich auf die alten Apfelbäume klettern – so wie man sich Bullerbü vorstellt. Aus den frischen Äpfeln wurden übrigens direkt Apfelmus und ein leckerer schwedischer Apfelkuchen gebacken. Einfach eine kleine Perle für uns!“

Nationalpark Tiveden, Schweden
Im Tiveden-Nationalpark; Foto: LagomEra

Eine „Smultronställe“ muss kein fester Ort sein.

Rike von schwedenundso.de nimmt ihre „Smultronställe“ am liebsten mit, was natürlich ganz praktisch ist. So ist ihr Lieblingsort immer bei der Bloggerin, wenn sie im Land im Norden unterwegs ist.

Foto: Rike Jütte„Ehrlich gesagt haben wir eine ganze Menge Smultronställen, weswegen uns die Wahl für diesen Artikel sehr schwer fiel. Deshalb beschreiben wir eine der etwas anderen Art. Unsere Smultronställe ist geografisch ungebunden und trotzdem ein Zufluchtsort, wenn wir Ruhe und Gemütlichkeit suchen, wenn wir draußen und trotzdem drinnen sein wollen. Sie ermöglicht es uns, immer wieder neue Smultronställen zu finden, die auf dem Landweg nicht zu erreichen wären. Hier riecht es nach Holz und Teer und das Klima ist häufig frisch, manchmal feucht. Es gluckst freundlich und schaukelt beständig. Unsere ganz persönliche Smultronställe ist das Holzboot Kaja. Hiermit verbinden wir unzählige feine Begegnungen, spannende und entspannende Erlebnisse. Und einige unserer schönsten Schwedenmomente.“

das eigene Boot als Smultronställe
Mobile Smultronställe: das Boot von Rike und Arne; Foto: Rike Jütte

Inseln, Wälder, Berge, Cafés und Boote. Bekannte Orte und ganz verborgene. „Smultronställen“ können vielfältig sein.

Sicherlich hast auch du deinen ganz persönlichen Lieblingsort in Schweden. Einen Ort, an dem du dich einfach wohlfühlst, der dich verzaubert und dich zu dir kommen lässt. Teile ihn mit uns und beschreibe ihn im Kommentarfeld. Dann wächst die Sammlung möglicher „Smultronställen“. Sie soll anderen Lesern Inspiration sein, sodass am Ende jeder seine eigene „Smultronställe“ finden kann.