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Schwedisch lernen mit Babbel – geht das gut?

Schwedisch lernen mit Babbel

Du willst Schwedisch lernen? Oder deine Schwedisch-Kenntnisse auffrischen? Bequem, schnell und einfach soll es gehen? Dann stößt du früher oder später höchstwahrscheinlich auf Babbel, (noch) den Platzhirsch unter den Sprachlern-Apps. Wir haben uns das Schwedisch-Programm von Babbel genau angeschaut.

Babbel ist vor allem für die europäischen Sprachen nach wie vor die Nummer 1 unter den Sprachlern-Apps. Allerdings gibt es Aufsteiger wie Mondly, die gehörig Konkurrenz machen. Wie gut ist Babbel also? Wo liegen die Stärken und die Schwächen? Und ist die App für dich geeignet? Schauen wir uns die App einmal genauer an:

Ein benutzerfreundliches Programm

Babbel gibt es sowohl für das Smartphone als auch browserbasiert. Egal auf welchem Gerät du es nutzt, ob Smartphone, Tablet oder PC, die App ist überall leicht zu installieren und sehr klar und übersichtlich aufgebaut. Sich hier zurechtzufinden, stellt wirklich kein Problem dar.

Zunächst kannst du dein Level auswählen. Angekommen in deinem persönlichen Level hast du verschiedene Kurse und Lektionen zur Wahl.

Die Bedienung der Aufgaben erfolgt ebenfalls sehr simpel.

Wie ist Babbel (Schwedisch) aufgebaut?

Im Schwedisch-Lernprogramm von Babbel hast du die Wahl zwischen fünf Niveaustufen: Einsteiger, Anfänger I, Anfänger II, Vormittelstufe und Mittelstufe. Jedes dieser Levels ist unterteilt in Kurse, die wiederum mehrere Lektionen enthalten.

Das Level Anfänger I hat beispielsweise 4 Kurse, die aus 12 bis 15 Lektionen bestehen. In der Mittelstufe gibt es allerdings nur noch einen Kurs mit 15 Lektionen. Hieran sieht man schon, dass fortgeschrittene Lernende nicht mehr sonderlich auf ihre Kosten kommen, wohingegen das Angebot für Einsteiger umfangreich gestaltet ist.

Babbel Schwedisch-Lernprogramm
Klares und übersichtliches Design, hier bei der Auswahl der Lektionen (Screenshot)

Bei jeder Lektion wird angezeigt, welche Inhalte du hier lernst. Zum Beispiel: im Hotel einchecken, über den Urlaub sprechen oder Zukunftsformen mit „ska“ usw. Das ist im Großen und Ganzen übersichtlich gehalten, sodass du einigermaßen schnell die Lektion findest, die die Inhalte vermittelt, die du suchst.

Neben den Lektionen innerhalb der Levels bietet Babbel Zusatzkurse. Im Schwedisch-Programm sind dies ein Auffrischer-Training, Grammatik, Land und Leute, Hören und Sprechen, Extras (z.B. Redewendungen) und Wörter und Sätze.

Und schließlich hilft der Vokabeltrainer, die gelernten Wörter in regelmäßigen Abständen zu wiederholen (dazu weiter unten noch mehr).

Insgesamt ist die App sehr klar strukturiert und aufgebaut, sodass du dich schnell zurechtfinden wirst.

Wie lernt man mit Babbel?

Die Lektionen sind alle ungefähr gleich aufgebaut. Zunächst lernt man neue Wörter oder Ausdrücke kennen. Oft werden sie in kleine, sehr alltagsnahe Dialoge verpackt, die von schwedischen Sprechern angenehm und gut verständlich vorgetragen werden.

Gut gefällt uns dabei, dass die SprecherInnen bei den ersten Lektionen sehr langsam und deutlich sprechen, im Level Mittelstufe hingegen schneller und eher so, wie im schwedischen Alltag auch miteinander gesprochen wird. Die Progression nimmt also stetig zu und fordert dich als Lernenden Schritt für Schritt mehr.

Die Wörter, die neu gelernt werden sollen, werden geübt in Einsetz- und Auswahlübungen, mal muss man sie nachsprechen, mal schreiben, mal passend zu Bildern zuordnen. Hier kommen also unterschiedliche Lerntypen auf ihre Kosten und die Übungen sind auf diese Weise abwechslungsreich gestaltet, was sich natürlich positiv auf die Motivation auswirkt.

Übung bei Babbel, Schwedisch lernen
Blick in eine Übung bei Babbel (Screenshot)

Spracherkennung mit Entwicklungspotenzial

Grundsätzlich toll ist, dass es eine Spracherkennung gibt, die deine Aussprache überprüft und dir eine Rückmeldung gibt, ob du ein Wort oder einen Satz passend ausgesprochen hast. Leider funktioniert die Spracherkennung noch nicht gut genug. Da ist noch einiges an Entwicklungspotenzial drin. Die App zeigt an, was sie verstanden hat, und daran sieht man, dass sie manchmal beispielsweise ein „l“ statt ein „m“ hört, den mitgesprochenen Artikel nicht aufgenommen hat usw.

Die Lektionen sind angenehm kurz, was unserer Meinung nach passend für eine Lern-App ist. So kannst du auf dem Weg zur Arbeit im Bus oder der S-Bahn oder während einer kleinen Pause eine Lektion bearbeiten. Und diejenigen, die länger am Stück lernen möchten, können ja einfach mehrere Lektionen hintereinander machen.

Vokabeltraining wie mit dem Karteikasten

Das Vokabeltraining bei Babbel funktioniert ähnlich wie mit einem klassischen Karteikasten. Neue Wörter werden einsortiert und in regelmäßigen Abständen abgeprüft. Je besser du ein Wort kannst, desto seltener wird es abgefragt. Schade ist aber, dass die Möglichkeit, eigene Vokabeln hinzuzufügen, entfernt wurde. Das gab es früher, was eine tolle Option war.

Eine sehr schöne Idee ist, dass du auswählen kannst, auf welche Weise die Vokabeln wiederholt werden sollen: Karteikarten, Hören, Sprechen oder Schreiben.

Vokabeltrainer bei Babbel
Wie hättest du die Vokabeln denn gern? (Screenshot)

Die Lektionen und das Vokabeltraining funktionieren alle gut und reibungslos. Insgesamt folgt Babbel dabei einem recht klassischen didaktischen Ansatz, der ein wenig an die Schuldidaktik erinnert. Das muss nicht zwangsläufig negativ sein. Andere Lern-Apps wie Mondly nutzen die digitalen Möglichkeiten zum Beispiel zur Gamification aber intensiver und besser.

Sehr schade ist es, dass der Austausch mit anderen Lernenden über die App nicht mehr möglich ist. Auch dieses Tool wurde inzwischen entfernt. Der Community-Gedanke fehlt also mittlerweile, was für uns ein echter Minuspunkt ist. Zwar gibt es mit Babbel Live nun die Gelegenheit, mit einem Tutor in Kleingruppen zu lernen. Diese neue Funktion ist für Schwedisch allerdings (noch) nicht verfügbar.

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Was kostet Babbel?

Babbel ist ein kostenpflichtiges Programm. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist unserer Meinung nach aber vollkommen in Ordnung.

Zum Reinschnuppern kannst du dich zu einer kostenlosen Probewoche anmelden. Ab der zweiten Woche musst du dann aber zahlen. Die Kosten sind dabei von der Länge des Abonnements abhängig. Wenn du ein Jahresabo abschließt, zahlst du 7 Euro pro Monat, beim Halbjahresabo steigen die Preise und wenn du dich nur für drei Monate binden willst, kostet dich das Abo 13 Euro pro Monat.

Die Preise bei Babbel
Die Preise bei Babbel (Screenshot)

Für wen bietet sich Babbel besonders an?

Babbel ist für diejenigen ideal, die neu mit Schwedisch beginnen oder die ihre Schwedisch-Kenntnisse auffrischen wollen. Im Einsteiger- und Anfängerbereich sind die Übungen umfangreich und vielfältig. Für bereits fortgeschrittene Lernende (B2 und aufwärts) ist Babbel aber allenfalls als Ergänzung sinnvoll. Wirklich viel Neues wird man dann nicht mehr lernen. Dazu ist das Angebot einfach nicht umfangreich und tiefgehend genug.

Fließend Schwedisch sprechen wirst du mit Babbel nicht. Dafür solltest du einen Sprachkurs besuchen. Wenn du aber Schwedisch lernen willst, um in die Sprache hineinzuschnuppern, um Grundkenntnisse aufzubauen, um im Urlaub in Alltagssituationen bestehen zu können, dann kann dir Babbel sicherlich weiterhelfen.

Die Vor- und Nachteile im Überblick

Vorteile:

  • Umfangreich und viele Übungen im Einsteigerbereich
  • Übersichtlich, einfach zu bedienen
  • Abwechslungsreiche Übungen, die verschiedenen Lerntypen entgegenkommen
  • Guter und sinnvoll gestalteter Vokabeltrainer
  • Alltagsnahe Sprache und Texte
  • Sinnvolle Progression
  • Lernziele, die man sich setzen kann
  • Ordentliches Preis-Leistungs-Verhältnis

Nachteile:

  • Spracherkennung mit Defiziten
  • Wenige Übungen für Fortgeschrittene, keine Kurse mehr für sehr gute SprecherInnen
  • Reicht nicht, um die Sprache fließend zu lernen
  • Community-/ Austauschfunktion wurde entfernt

Auch die Apps von Duolingo und Mondly sind schon getestet. Hier findest du den Testbericht zu Duolingo. Zu Mondly folgt er in wenigen Tagen.

Lernst du auch mit Babbel? Welche Erfahrungen hast du bisher gemacht? Womit bist du zufrieden, womit weniger? Oder empfiehlst du eine andere Lern-App? Erzähle uns gerne von deinen Erfahrungen und hinterlasse eine Kommentar!

Beitragsbild: babbel.de

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