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10 Ideen, um Schweden nach Hause zu holen – gegen den Corona-Koller

Ausgangsbeschränkungen zwingen uns in vielen Ländern, zu Hause zu bleiben. Rausgehen dürfen wir nur noch mit triftigen Gründen. Schweden hat die Grenzen zwar noch nicht geschlossen, aber dennoch ist es für viele von uns momentan unerreichbar. Das Corona-Virus verhindert das Reisen, das für uns eine Selbstverständlichkeit gewesen ist. Es ist eine völlig ungewöhnliche Situation – Ausgang ungewiss. Schweden würden sagen: „Det ordnar sig!“ Bis es sich aber wieder ordnet, müssen wir eben Schweden nach Hause holen, wenn wir schon nicht dorthin reisen können. Wir haben 10 Ideen gesammelt, wie du daheim die Schweden-Sehnsucht ein wenig stillen (oder erst recht wecken) kannst.

 

1. Die Fika-Pause zelebrieren

Die meisten haben momentan deutlich mehr Zeit, da das Corona-Virus vieles lahmgelegt hat. Viele arbeiten aus dem Home Office; da braucht der Tag Struktur. Lege also eine bestimmte Zeit fest, 15 oder 16 Uhr, und zelebriere jeden Tag eine Fika-Pause zusammen mit der Familie.

Fika bedeutet nicht einfach nur Kaffee trinken (das kannst du im Home Office ebenso gut). Fika ist viel mehr: Man kommt zusammen und zur Ruhe, isst leckeres Gebäck (am besten selbst gemacht), unterhält sich und lässt den Alltag für eine gewisse Zeit Alltag sein.

Am besten schmeckt der Kaffee natürlich aus unser Elchkuss-Tasse … 😉

2. Kanelbullar backen

Zur Fika-Pause schmeckt nichts besser als selbst gemachte Zimtschnecken (kanelbullar). Wenn der Duft nach Zimt und frischem Teig durch die Wohnung zieht, dann hast du Schweden zu dir nach Hause geholt.

Kanelbullar gehört zur Fika dazu.

Es gibt nur ein Problem: All die Hamsterkäufer da draußen haben die Mehl- und Hefevorräte der Supermärkte geplündert. Offensichtlich werden gerade viele, sehr viele Kuchen gebacken. Eventuell muss das Backen daher ein wenig warten, bis die Regale wieder gefüllt sind.

Ein super Rezept haben wir über Astrid Diegelmann erhalten. Tack så mycket, Astrid! Hier findest du das Rezept. (Auf dieser Seite nur auf Schwedisch, wir werden aber bald eine deutsche Übersetzung einstellen.)

 

3. In Bildergalerien zu Schweden schwelgen

Wenn du selbst viele Schweden-Fotos zuhause hast, dann ist es jetzt an der Zeit, die alten Fotoalben hervorzukramen und ein wenig in Erinnerungen zu schwelgen. Traumhafte Bilder findest du aber auch in vielen Galerien im Internet. Bei 500px haben wir eine Galerie mit Bildern, die uns begeistern, zusammengestellt. So kannst du von Schweden träumen – vielleicht ergeben sich dadurch ja auch neue Urlaubspläne.

Magische Orte: Blick ins Rapadalen im Sarek, Schweden
Blick ins Rapadalen im Sarek; Foto: Fredrik Schlyter / imagebank.sweden.se

4. Schwedisch lernen – via Internet oder Skype

Jetzt ist die beste Zeit, um dein Schwedisch aufzupolieren oder es neu zu lernen. Natürlich ist die produktivste Art des Lernens in einem Kurs mit einem Lehrer. Dies geht aber auch online via Skype. Ordcap bietet beispielsweise solche Schwedisch-Kurse an.

Humorvoll geht es bei Joakim zu, der auf sprichmalschwedisch.com sowohl kostenlose Angebote als auch kostenpflichte Kurse bereithält.

 

5. Schwedische Musik ins Wohnzimmer holen

Schweden und Musik, das passt einfach zusammen. Nicht nur wegen ABBA, Roxette und vielen anderen Exportschlagern. Auch die schwedischsprachige Musik ist vielfältig, bunt und faszinierend. Mach es dir gemütlich und tauche ein in die schwedische Welt der Musik! Einen Anfang kannst du mit den schwedischen Liedern machen, die wir für dich zusammengestellt haben.

 

6. Happy mit HappySocks

Dir fällt allmählich die Decke auf den Kopf, weil du kaum mehr nach draußen kommst? Die Welt in Zeiten von Corona ist nur noch grau? Dann bring ein wenig Farbe ins Spiel, zum Beispiel mit den bunten, fröhlichen und einfach tollen Socken von HappySocks.

Die beiden Schweden Mikael Söderlindh und Viktor Tell begannen 2008, unsere Füße mit ein bisschen Happiness zu versorgen. Das klappt bis heute ziemlich gut.

7. Schwedisch kochen, knabbern, schlemmen

Restaurants sind geschlossen, Cafés ebenso und in den Supermärkten gibt es kein Mehl und keine Hefe für Kanelbullar mehr (siehe oben). Die Marabou-Schokolade vom letzten Schwedenurlaub ist schon aufgebraucht, ebenso „Bilar“, „Leksands Knäckebröd“ und „Kalles Kaviar“. Die Welt ist ein kulinarisches Jammertal …

Dem kann Abhilfe verschafft werden. Denn auch in Deutschland kannst du dir viele schwedische Produkte bequem nach Hause liefern lassen, zum Beispiel vom Schwedenshop Onfos. Sie liefern auch, wenn du in Quarantäne bist.

8. In einen Bildband abtauchen

Fast alles, was du in einem Bildband finden kannst, gibt es in irgendeiner Form auch im Internet. Mit einem entscheidenden Unterschied: Wer in einem Bildband blättert, liest und träumt, lässt sich meist mehr Zeit dabei. Faszinierende Fotos wechseln sich ab mit spannenden Informationen. Selbst Schwedenkenner können so noch etwas Neues entdecken.

Schön gestaltet ist u.a. der Bildband „Das Schwedenbuch“ aus dem Kunth Verlag.

 

9. Ein schwedisches Buch lesen

Führen die Corona-Zeiten zu einem Revival des Buchs? Gut möglich, denn schließlich haben viele nun wieder deutlich mehr Zeit, es sich mit einem Buch gemütlich zu machen und Seite um Seite zu verschlingen – sei es im Bett, auf der Couch oder während der ersten warmen Frühlingstage im Garten. Lesend geht es so wunderbar einfach, Schweden nach Hause zu holen.

Hier findest du 23 Bücher aus Schweden, die in deinem Bücherregal nicht fehlen sollten.

Alles über schwedische Krimis findest du hier.

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10. Schwedische Filme schauen

Neben den Büchern haben alle Streamingdienste gerade Hochkonjunktur. Bevor du wahllos irgendwelche Serien und Filme schaust, kannst du ja gezielt Ausschau nach schwedischen Filmen halten. Bei Netflix und Co. ist das sowieso kein Problem. Aber auch Streamingdienste, für die du keinen extra Account benötigst, bieten einiges aus Schweden. In der ARD Mediathek findest du beispielsweise viele schwedische (bzw. nordische) Krimis. Beim ZDF kannst du die (schwedenkitschigen) Folgen von Inga Lindström, Verfilmungen der Krimis von Viveca Sten sowie die Thriller-Serie „Springflut“, die in Stockholm spielt, anschauen. Und in der Mediathek von Arte gibt es die düstere Serie „Jordskott – die Rache des Waldes“ zu sehen. Langweilig wird es also nicht.

 

Wie verbringst du deine Corona-Zeit? Wie holst du dir Schweden nach Hause? Teile deine Tipps und Erfahrungen gerne mit uns!

Halte durch und denk immer schwedisch: „Det ordnar sig!“

1 Comment

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  • Schwedischlernen ist ja eh immer eine hervorragende Idee. ☺️ Und dank Onlineunterricht muss das auch aktuell nicht pausieren UND kann vor allem ganz einfach mit Fika/kanelbullar kombiniert werden. 🙌🏻 Gemütlichkeit ist das A und Å.
    Vielen Dank für die Verlinkung – nach Ostern gibts das neue Kursprogramm bei Ordcap mit sicherlich wieder massig tollen Schwedisch-Skypekursen. Freu mich!