Kategorie: Inspiration

Lass dich inspirieren von traumhaften Reisezielen in Schweden, Smultronställen und Ideen, wie du mit dem Kanu oder Rad Schweden auf ganz besondere und nachhaltige Weise entdecken kannst!

Nachhaltig Urlaub in Schweden machen

Nachhaltig nach Schweden reisen

In diesem Winter gab es in Schweden deutlich weniger Schnee als sonst. In Lappland war es teilweise regelrecht mild. Die Sommer werden hingegen immer trockener und heißer – Wasserknappheit und Waldbrände sind keine Seltenheit mehr. Die Folgen des Klimawandels sind mittlerweile auch in Schweden deutlich zu spüren. Immer mehr Touristen wollen daher nachhaltig reisen. Gerade Schwedenurlaubern liegt die Natur am Herzen – ein Grund mehr, sie durch nachhaltiges Reisen zu schützen. Dies bedeutet aber nicht nur Einschränkung, sondern eröffnet im besten Fall ganz neue Möglichkeiten und Erfahrungen.

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Silvester auf hoher See – Minitrip mit Stenaline nach Göteborg

Um kurz nach Mitternacht, es ist der 1. Januar 2020, kommt der Kapitän der Stena Scandinavica in die Bar. Der DJ dreht die Musik ab, die Feiernden unterbrechen das Tanzen, es wird ruhig, als der Kapitän eine kurze Ansprache hält. Ehe er allen Passagieren der Stenaline ein gutes neues Jahr wünscht, betont er, dass es wichtig sei, an Silvester nicht nur nach vorne zu schauen, sondern auch mal in den Rückspiegel. Das wollen wir nun auch machen. Aber keine Sorge! Wir schauen nur zurück auf die vergangenen eineinhalb Tage während des Silvester-Minitrips mit der Stenaline.

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Mit dem Rad durch Schweden

Mit dem Rad durch Schweden

Schweden zeigt seine schönen Seiten besonders dann, wenn du es langsam entdeckst: mit dem Kanu, wandernd oder mit dem Rad. Nach einigen kleineren Touren, beispielsweise in den Schären, steht nun ein größeres Projekt an: Ich starte in Trelleborg und werde von dort aus in Richtung Norden fahren. Ich habe kein konkretes Ziel, will auch nicht besonders schnell vorankommen, sondern die Orte, Plätze und Menschen entlang der Wegstrecke ganz intensiv kennen lernen. Das Fernziel ist, irgendwann einmal ganz im Norden anzukommen. Das wird nicht bei der jetzigen Tour geschehen – aber man braucht ja auch Ziele für die Zukunft. 😉

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Die 15 schönsten Städte Schwedens

Schwedens schönste Städte

Schwedische Städte können ganz schön hässlich sein. Aber keine ist so hässlich wie Borlänge in Dalarna. Zumindest hat das eine Umfrage von Arkitekturupproret im Jahr 2018 ergeben. Auf den Plätzen 2 bis 5 folgen Västerås, Hässleholm, Umeå und Karlskoga. Die Stadtkerne dieser und vieler anderer schwedischen Städte bestehen aus rechteckigen Einheitsgebäuden, langweilig, eintönig, hässlich. Warum sind viele Städte in Schweden so unschön? Damit beschäftigen wir uns. Aber wir wollen uns nicht allzu lange mit den unschönen schwedischen Städten befassen, denn Schweden kann auch anders und mit ziemlich hübschen und spannenden Städten auftrumpfen. Die 15 schönsten Städte stellen wir dir vor.

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Schwedische Instagrammer, die dich von Schweden träumen lassen

schwedische Instagrammer

Instagram ist schon ein Phänomen. Die Bandbreite, was sich dort so alles direkt nebeneinander tummelt, ist riesig: Völlige Banalitäten, selbstverliebte Selfie-manen, Kuriositäten, oberflächliche Influencer, aber gleich daneben eben auch faszinierende Geschichten von Menschen, die wirklich etwas zu erzählen haben, und vor allem Fotografen, die ihr Handwerk wahrlich beherrschen. Es gibt unzählige Fotografen, die Bilder von Schweden posten. Aber ein paar schwedische Instagrammer stechen dabei heraus.

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„Smultronställe“ – Blogger verraten ihre liebsten Orte

Smultronställe in Värmland

Der Fels im Wasser ist geformt wie eine Couch. Eine kleine Mulde zum Sitzen, rechts eine Armlehne, hinten etwas erhöht, um den Kopf anzulehnen. Mit einem kleinen Satz springe ich vom Ufer hinüber auf den Felsen, lege mich in die Mulde, lese ein Buch und genieße das Schwappen des Wassers, den sanften Wind und die milde Sonne. Dieser Fels am Ufer des Sees Varpan bei Falun ist meine „Smultronställe“, mein verborgener Lieblingsort, an den ich wieder und wieder zurückkehre.

„Smultron“ sind Walderdbeeren, eine „Smultronställe“ also ein Ort, an dem Walderdbeeren wachsen. Aber im übertragenen Sinn ist eine „Smultronställe“ viel mehr als das: Es ist ein Ort, an den man gerne zurückkehrt, an dem man zu sich selbst kommen kann und sich einfach wohlfühlt. Das kann ein schöner Fleck irgendwo im Wald, am Meer oder auch mitten in der Stadt sein. Auch Cafés, die Sommerstuga oder was auch immer können „Smultronställen“ sein. Oft sind sie ein wenig verborgen und einsame Plätze. Aber nicht zwingend. Das Entscheidende ist: Du fühlst dich dort ganz besonders geborgen.

Skandinavien-Blogger verraten ihre „Smultronställe“

So hat jeder seine ganz eigenen, ganz persönlichen „Smultronställen“. Wir haben andere Skandinavien-Blogger gefragt, wo sich ihre liebsten Orte in Schweden befinden. Manche sind schwer erreichbar oder kaum auffindbar. So wie mein „Couch-Stein“ bei Falun. Aber es gibt auch andere, die auch du aufsuchen kannst. Vielleicht werden sie ja auch für dich zu einer „Smultronställe“.

Smultronställe Rörö
Ein traumhafter Ort: Rörö – meine Smultronställe

Ein solcher Ort könnte die Insel Rörö sein. Sie ist die nördlichste der nördlichen Göteborger Schären und ein ganz besonderer Flecken Erde. Klar, alle Schären vor Göteborg sind wunderschön, beschaulich und kennen Hektik und Stress nicht. Rörö sticht dabei aber heraus. Vielleicht liegt es daran, dass der Weg auf die Insel lang ist. Vielleicht auch am Naturreservat, das mehr als zwei Drittel der Insel einnimmt. Hier über die glatt geschliffenen Felsen zu wandern, sich an der Küste in den Wind, angereicht mit salziger Meerluft, zu stellen, irgendwo geschützt von einem Felsen ein Picknick zu machen und dabei kaum einem Menschen zu begegnen, das lässt mich zur Ruhe kommen wie kaum etwas anderes. Hier bin ich und vergesse die Zeit. Und die Arbeit, Stress, Sorgen. Ich bin einfach.

Daher ist Rörö neben dem „Couch-Stein“ im See Varpan meine zweite Smultronställe in Schweden.

Smögen und der Wald von Åmot

Ganz ähnlich wie mir geht es auch Andrea. Der Schweizer bloggt auf Schwedenhappen.ch über sein Lieblingsland und hat ebenso zwei – durchaus ziemlich unterschiedliche – „Smultronställen“:

„Auf die Frage, welches meine Smultronställen ist, würde ich am liebsten mit „das ganze Schweden” antworten. Da dies für dich als Leser kaum hilfreich ist, habe ich zwei meiner absoluten Kraftorte herausgepickt.

Smögenbryggan

Ja, hier ist es laut, es hat in der Saison unglaublich viele Leute und der Platz ist knapp. Wenn ich aber draußen vor dem Pensionat Bryggan im kleinen Restaurant sitze und bei einem Glas Weißen dem Treiben zuschaue, dann werde ich kreativ. Es ist ein Kommen und Gehen, Boote legen an, Touristen schlendern über den Steg und man kommt mit anderen Gästen ins Gespräch.

Schon manche Geschichte hat sich hier in Smögen in mein Gehirn geschlichen und später via MacBook konkretisiert. Spätestens nach dem dritten Glas aus der Traube sind die Gedanken frei und Freude und Melancholie wechseln sich munter ab. Und wenn dann der Tag zur Nacht wird, verziehe ich mich entweder ins Zimmer in der Pension oder in mein kleines Wohnmobil. Das Leben ist gut.

Smultronställe Smögen
Smögenbryggan; Foto: Andrea Ullius

Der Wald von Åmot

Åmot ist ein kleiner Ort in der Gemeinde Ockelbo. Zwei Belgier, Jeroen und Sam haben hier ein wunderbares Refugium namens Stilleben geschaffen. Zentrum ist der Wald rund um Åmot. Hier finde ich im Sommer wie im Winter die wahre Stille. Nur das Rauschen des Windes und die Stimmen der Tiere durchbrechen das Nichts. Hin und wieder ist es auch mein Atem, wenn ich mich mit Schneeschuhen durch den unberührten Wald kämpfe. Manchmal sieht man Elfen und Trolle im Nebel. Wunderbar ist dann die kurze oder längere Rast in einer Hütte oder einem Unterstand mit einer Fralla und Kokkaffe. Einfach mal nichts denken, keine Verpflichtung. Nur ich und die Stille.“

Smultronställe Wald von Åmot
Der Wald von Åmot – ein Wintertraum; Foto: Andrea Ullius

 

Der Reiz der Westküste

Rörö, Smögen – die Westküste scheint einige magische Orte bereitzuhalten. Auch Henrike von einfachschweden.de kommt immer wieder nach Bohuslän zurück:

„Meine Smultronställe in Schweden zu beschreiben ist nicht leicht, weil ich mich überall sehr wohl fühle und mich eigentlich nicht entscheiden kann. Aber es gibt wohl eine Gegend, die es mir angetan hat: Bohuslän. Für mich als Küstenkind gehört Wasser und Wind irgendwie immer zum Wohlfühlen und in Bohuslän kommt noch die fantastische Natur dazu. Die abgerundeten Felsen im Wasser, die Weite, das Meer und einfach die Stimmung, die auf so einer kleinen Insel oder in einem niedlichen Fischerdorf zu finden ist.Ich bin schon oft auf Marstrand gewesen, eine kleine Insel im südlichen Bohuslän. Dort findest du alles von Natur über Kultur, kleinen niedlichen Geschäften, Restaurants und Hotels. Ich habe schon des Öfteren im Hafen von Marstrand den Seglern zugeschaut und mir dann einfach vorgestellt, auf einem Boot draußen auf dem Meer zwischen den Klippen zu sein. Dazu dann noch ein wenig Wind und Sonne. Einfach herrlich!“

Smultronställe Marstrand in Bohuslän
Smultronställe Marstrand; Foto: Henrike Thielk

„Smultronställe“ im hohen Norden

Franzi zieht es hoch hinaus: nach Norden und ins Fjäll. Dort hat die Youtuberin, die auf ihrem Kanal Franzi in Schweden über ihr schwedisches Leben berichtet, ihre „Smultronställe“ entdeckt.

Foto: franzi.in.schweden

„Auf meinen Reisen durch Schweden habe ich in den vergangenen zehn Jahren viele wunderbare Orte entdecken dürfen. Dabei ist mir Jämtland am meisten ans Herz gewachsen. Im Fjäll (dem Hochland) im Westen nahe der Grenze zu Norwegen gelegen, finden sich herrlich abgelegene Plätze. Und genau das macht eine echte „Smultronställe“ für mich persönlich aus: das Gefühl, mitten in der Natur und ganz weit weg vom Trubel der Städte zu sein. Zu diesem Naturerlebnis gehören für mich natürlich die Wälder aus Birken und Nadelbäumen, die Seen, Bäche und Flüsse – aber unbedingt auch die Tierwelt.

Smultronställe Fjäll in Jämtland
Smultronställe mit Ren; Foto: Franzi.in.Schweden

Möchte man Elch, Rentier, Bieber und eventuell auch dem Bär einmal außerhalb eines Geheges begegnen, empfiehlt sich ein Besuch in der Region um Hede und Funäsdalen. Zumindest Rentiere trifft man hier ganz sicher immer an – manchmal direkt vor der Tür seines Ferienhauses oder sogar vor dem Eingang eines Outdoor-Geschäfts!“

Hemma är bäst! Die Stuga als „Smultronställe“

Jaana hat eine wahre, echte „Smultronställe“ gefunden – Walderdbeeren inklusive. Josephine, ihre Blogger-Kollegin von Besser Nord als nie fühlt sich hingegen auf den Stockholmer Schären am wohlsten.

„Meine Smultronställe liegt an einem meiner absoluten Lieblingsorte: unserem Häuschen in Schweden. Der Platz ist ein Ort der Ruhe und totalen Freiheit für mich geworden, wo ich einfach entspannen kann, ungestört und von der Welt abgenabelt, im Herzen der schwedischen Natur. Die Stelle ist ein wenig versteckt, man findet sie nicht einfach so – zum Glück. Direkt hinterm Haus liegt der Wald und ein kleiner Weg führt hinein. Nach ungefähr zwei Metern kommt ein großer Baum und direkt dort, neben dem Weg, wachsen die Erdbeeren. Klein, rot und saftig. Viele sind es nicht, aber deshalb ist die Freude umso größer, wenn man sie entdeckt. Von der Hand geht‘s dann direkt in den Mund.“ (Jaana)

Smultron
Smultron an der Smultronställe; Foto: Jaana / Besser Nord als nie

Der Schären-Traum

„Ein Ausflug nach Vaxholm in den Stockholmer Schären ist nicht gerade ein Geheimtipp, aber für mich das perfekte Sommererlebnis. Schon die Anfahrt, nimmt man die Holzdampfer, ist etwas Besonderes. Aber auch mit dem Bus erreicht man das Inselstädtchen. Allein ihr pittoreskes Erscheinungsbild ist den Ausflug wert, aber vor allem bietet Vaxholm die Zutaten, die für mich zum Sommerurlaub in Schweden dazu gehören: tolle Badestellen und Fika. Rund um den Hafen gibt es zahlreiche Möglichkeiten, eine Fika-Pause einzulegen, aber „Vaxholms Hembygdsgårds Café“ hat es mir besonders angetan. Nach einem Bad kann man zunächst auf den sonnengewärmten Felsen verweilen und sich dann auf das Kuchenbuffet des Cafés stürzen. Besonders schön ist es auf der Terrasse, von wo man Schiffe und den Badespaß beobachten kann. Meer, Sonne und Fika – mehr brauche ich im Sommer nicht und all das bietet Vaxholm.“ (Josephine)

Smultronställe in Vaxholm
Urgemütliches Café als Smultronställe; Foto: Josephine / Besser Nord als nie

Eine Treppe aus Holz, ein Garten, Kaffee – fertig ist die Smultronställe

Wie Jaana hat es auch Inka, seitdem sie in Schweden lebt, nicht weit zu ihrer Smultronställe. Die Bloggerin von Svenska Nyheter lebt mittendrin:

Foto: Svenska Nyheter„Schweden bietet viele wunderbare Rückzugsorte. Die, an denen ich mich besonders wohlfühle, haben eine Gemeinsamkeit: Sie lassen mich dem Trubel entkommen, weil sie mich völlig in Zeit und Raum entrücken. Praktischer ist allerdings, wenn man eine Smultronställe direkt vor der Haustür hat. So kann man dem Alltag mehrmals am Tag für wenige Minuten entgehen. Deshalb habe ich die Treppe vor der Eingangstür zu meiner persönlichen Smultronställe erkoren. Dort zu sitzen, einen Kaffee zu trinken und meinem zweijährigen Sohn beim Spielen zuzuschauen, ist für mich der Inbegriff von Glück. Bis die Elchkuss-Leser ihre eigene, persönliche Smultronställe gefunden haben, möchte ich ihnen eine in Småland empfehlen. In der Nähe von Olofström befindet sich Valhall. Von dem Aussichtspunkt hat man eine atemberaubende Aussicht auf den Orlunden-See und die umliegende Landschaft.“

 

Mit dem Kaffee auf der Treppe - die heimische Smultronställe; Foto: Svenska Nyheter
Mit dem Kaffee auf der Treppe – die heimische Smultronställe; Foto: Svenska Nyheter

Der Tiveden – eine Perle unter den Wäldern

Das deutsch-schwedische Pärchen Anne und Olof hat wie so viele andere nicht nur eine „Smultronställe“. Auf LagomEra bloggen sie über Balance und Zufriedenheit aus Schweden. Beides finden sie an ihrer neu entdeckten Lieblingsstelle: dem Nationalpark Tiveden.

„Unser neuer Schweden-Lieblingsort, den wir in diesem Sommer entdeckt haben, ist der Nationalpark Tiveden und das STF Vandrarhem Tivedstorp mit dem wunderschönen, kleinen Café. Aber was macht das Ganze zu einer „Smultronställe“?
Es ist die wunderbare Natur des Tiveden Nationalparks, die quasi direkt um die Ecke liegt, weil das Wanderheim inmitten des Nationalparks liegt. Die gut markierten Wanderwege bieten viele unterschiedlich anspruchsvolle Touren an. Diese führen durch fast mystische Waldlandschaften, vorbei an riesigen Schluchten und Felsbrocken, idyllischen Seen sowie dem traumhaften Sandstrand von Vitsand und – nicht zu vergessen – Unmengen an Blaubeeren und Preiselbeeren, sogar im Rekordsommer 2018. Übernachten kann man im Wanderheim, aber auch in kleinen Hütten oder im Bulli, Camper oder Zelt auf dem Gelände. Einmal eingecheckt, fühlt man sich dort um 100 Jahre in die Vergangenheit versetzt – alles im wunderschönen alten Stil, einfach und gemütlich und ohne W-Lan! Im Gemeinschaftshaus mit Küche treffen sich jeden Abend Jung und Alt, Schweden und Touristen und man kommt miteinander ins Gespräch. Die Kinder können draußen spielen, Schafe, Pferde und Hühner besuchen, über das Gelände streifen und natürlich auf die alten Apfelbäume klettern – so wie man sich Bullerbü vorstellt. Aus den frischen Äpfeln wurden übrigens direkt Apfelmus und ein leckerer schwedischer Apfelkuchen gebacken. Einfach eine kleine Perle für uns!“

Nationalpark Tiveden, Schweden
Im Tiveden-Nationalpark; Foto: LagomEra

Eine „Smultronställe“ muss kein fester Ort sein.

Rike von schwedenundso.de nimmt ihre „Smultronställe“ am liebsten mit, was natürlich ganz praktisch ist. So ist ihr Lieblingsort immer bei der Bloggerin, wenn sie im Land im Norden unterwegs ist.

Foto: Rike Jütte„Ehrlich gesagt haben wir eine ganze Menge Smultronställen, weswegen uns die Wahl für diesen Artikel sehr schwer fiel. Deshalb beschreiben wir eine der etwas anderen Art. Unsere Smultronställe ist geografisch ungebunden und trotzdem ein Zufluchtsort, wenn wir Ruhe und Gemütlichkeit suchen, wenn wir draußen und trotzdem drinnen sein wollen. Sie ermöglicht es uns, immer wieder neue Smultronställen zu finden, die auf dem Landweg nicht zu erreichen wären. Hier riecht es nach Holz und Teer und das Klima ist häufig frisch, manchmal feucht. Es gluckst freundlich und schaukelt beständig. Unsere ganz persönliche Smultronställe ist das Holzboot Kaja. Hiermit verbinden wir unzählige feine Begegnungen, spannende und entspannende Erlebnisse. Und einige unserer schönsten Schwedenmomente.“

das eigene Boot als Smultronställe
Mobile Smultronställe: das Boot von Rike und Arne; Foto: Rike Jütte

Inseln, Wälder, Berge, Cafés und Boote. Bekannte Orte und ganz verborgene. „Smultronställen“ können vielfältig sein.

Sicherlich hast auch du deinen ganz persönlichen Lieblingsort in Schweden. Einen Ort, an dem du dich einfach wohlfühlst, der dich verzaubert und dich zu dir kommen lässt. Teile ihn mit uns und beschreibe ihn im Kommentarfeld. Dann wächst die Sammlung möglicher „Smultronställen“. Sie soll anderen Lesern Inspiration sein, sodass am Ende jeder seine eigene „Smultronställe“ finden kann.

Kennst du dich in Schweden aus? Teste dich im Quiz!

Felszeichnungen von Tanumshede Quiz

Schweden ist ein riesiges Land. Von den Sandstränden im Süden bis zu den kargen Fjälllandschaften im Norden weit jenseits des Polarkreises sind es über 2000 Kilometer. Entsprechend vielfältig ist das Land. Wie gut kennst du dich in Schweden aus? Teste dich in unserem Quiz!

 

Wie gut kennst du dich aus in Schweden? Jedes Bild zeigt einen bestimmten Ort in Schweden. Weißt du, um welchen es sich handelt?

1. Wir beginnen ganz einfach, denn dieses Schloss ist doch sehr bekannt und wurde von den meisten Schwedenurlaubern wahrscheinlich schon einmal besucht. In welcher Stadt steht es?

 
 
 
 

2. Enge Gassen, schöne Plätze – diese Altstadt verzaubert! Wo findest du diesen wunderschönen Platz?

 
 
 
 

3. Gehen wir raus aus der Stadt und aufs Land. Wie das Schild schon sagt, befinden wir uns im Fulufjällets Nationalpark. Aber in welcher Region finden wir uns hier wieder?

Eingangsschild am Nationalpark Fulufjäll

 
 
 
 

4. Welchen Ort, der nur schwer dort unten in der Ebene auszumachen ist, siehst du auf diesem Bild?

 
 
 
 

5. Ein Ort, den wahrscheinlich kaum jemand kennen würde, wenn ein berühmter Maler nicht hier gelebt und diesen Ort in vielen seiner Gemälde verewigt hätte. Welcher Ort ist gesucht?Carl Larsson: Frukost under stora björken 1896

 
 
 
 

6. Mehrere mächtige Brücken in Schweden überspannen tiefe Täler und breite Flüsse. Unter welcher befindest du dich hier?

 
 
 
 

7. Für die Smålänningar ist der Mann mit Armbrust bis heute ein Freiheitsheld. Am Ort seiner größten Niederlage wird er – beinahe 500 Jahre nach seinem Tod – mit einer Statue geehrt. Wo in Småland steht diese Statue?

Dacke-Statue in Virserum

 
 
 
 

8. Mehrfach wurde sie belagert, immer wieder angegriffen, aber niemals erobert. Bei welcher Stadt steht diese mächtige Befestigung?

Bohus-Festung bei Kungälv in Bohuslän

 
 
 
 

9. Wir bleiben im Mittelalter. Denn in dieser Stadt kannst du das Mittelalter hautnah erleben – zumindest jedes Jahr Anfang August.

Stadtmauer von Visby, Gotland

 
 
 
 

10. Für uns ist dies der schönste, wildeste, magischste Ort in Schweden. Wo ist er?

Foto: Anders Ekholm / imagebank.sweden.se
 
 
 
 


Der erste Schwedenurlaub – Reisetipps, Empfehlungen und Anregungen

der erste Schwedenurlaub / zum ersten Mal in Schweden - Tipps und Hinweise für den ersten Schwedenurlaub

Du willst zum ersten Mal nach Schweden reisen und der erste Schwedenurlaub naht? Dann müssen wir dich warnen: Denn wenn du erst einmal vom Schwedenvirus befallen bist, wenn du mit eigenen Augen erlebt ist, wie schön Schweden ist, dann wird es dich nicht mehr loslassen. Schweden kann süchtig machen!

Unsere Warnung hat dich nicht abgehalten? Dann – herzlichen Glückwunsch!

Vor der ersten Reise nach Schweden fragst du dich vielleicht, auf was du besonders Acht geben sollst, was es zu berücksichtigen gibt, welche Reiseziele besonders interessant sind. Mit unserer Artikel-Serie versuchen wir, möglichst viele solcher Fragen zu beantworten. Über diesen Basisartikel gelangst du zu verschiedenen anderen Artikeln, die hoffentlich all deine gesuchten Informationen enthalten. Falls etwas fehlt, hinterlasse einfach einen Kommentar. Wir versuchen dann, so schnell wie möglich deine Frage zu beantworten.

Für uns bedeutet Schweden: viel Natur, freundliche Menschen und ein anderer, geruhsamerer Takt. Das Schöne dabei ist, dass du dies eigentlich überall in Schweden finden wirst. Egal, ob du in die Berge (fjäll) im Norden oder an die Strände im Süden gehst, egal, ob die Schären an der Küste oder die unzähligen Seen im Landesinneren aufsuchst – die Natur ist überall traumhaft und die Menschen ausgesprochen aufmerksam und sympathisch. Doch Schweden bietet auch aufregende Städte, die mit einem tollen Kultur- und Nachtleben auftrumpfen können.

Am Meer bei Kalmar
In Småland ist es an den Seen und (wie hier im Bild) am Meer herrlich.

Schweden ist schön, spannend und abwechslungsreich. Das gesamte Schweden auf einmal zu entdecken, ist mehr oder weniger unmöglich (es sei denn, du reist mehrere Monate durch das Land). Zudem hat jeder seine ganz eigenen Vorlieben. Daher ist es nicht ganz leicht, allgemeine Reisetipps und -empfehlungen zu geben. Wir versuchen es dennoch:

Wie reist man am besten nach und in Schweden?

Da Schweden von Deutschland aus schnell erreichbar ist, gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Möglichkeiten. Wir empfehlen die Anreise mit dem Auto, da du so Schweden am besten entdecken kannst (Warum wir das Auto empfehlen, kannst du hier nachlesen.). Da irgendwie die Ostsee überquert werden muss, kannst du entweder eine von vielen Fähren nehmen oder über die Öresundbrücke von Kopenhagen nach Malmö fahren. Wir nehmen am liebsten eine Nachtfähre. So können wir am nächsten Morgen entspannt in Schweden weiterfahren. Aber das ist Geschmackssache.

Alle wichtigen Infos zu Verkehrsregeln und Mautgebühren findest du hier.

Für einen Städtetrip nach Göteborg oder Stockholm und für eine Rucksackreise nach Lappland lohnt sich natürlich auch der Flug.

Wer einen Städtetrip nach Stockholm plant, wird wahrscheinlich mit dem Flugzeug anreisen.

Wenn du mit schmalem Budget oder besonders ökologisch reist, dann ist die Anreise mit Bus oder Bahn durchaus zu empfehlen. In Schweden ist das Fernbusnetz ziemlich gut ausgebaut, sodass du problemlos zumindest die größeren Orte erreichst.

Rundfahrt oder Basislager?

Das ist natürlich eine schwierige Frage und lässt sich pauschal nicht beantworten. Das hängt schließlich davon ab, welcher Reisetyp du bist. Viele wollen aber zu viel auf einmal und reisen dann in kürzester Zeit durch weite Teile des Landes – ohne es dabei wirklich kennenzulernen. Schweden ist riesig (von Süd nach Nord sind es 2000 Kilometer!) und extrem vielfältig. Ganz Schweden wirst du in einem zwei- oder dreiwöchigen Urlaub daher ganz sicher nicht entdecken können. Es ist schlichtweg nicht möglich. Weniger ist daher definitiv mehr!

Daher bietet es sich an, vor allem wenn du mit Kindern reist, ein Basislager zu errichten. Lieber einen kleinen Teil Schwedens intensiv kennenlernen, als durch das ganze Land zu hetzen! Von diesem Basislager aus kannst du dann Ausflüge unternehmen, oder du kannst auch einfach mal ganz entspannt den Tag am See verbringen. Tipps für die Suche nach einem Ferienhaus haben wir in einem eigenen Artikel für dich zusammengestellt.

der erste Schwedenurlaub - Warum nicht in einem gemütlichen Ferienhaus?
rotes Ferienhaus in Schweden; Foto: Ulf Lundin / imagebank.sweden.se

Wo dieses Basislager am besten aufgeschlagen werden soll, können wir nicht beantworten. Willst du einen schönen Strand in der Nähe oder lieber an einem einsamen See leben? Brauchst du eine pulsierende Großstadt in Reichweite oder suchst du eher die Einsamkeit tiefer Wälder oder der Berge? Es gibt in Schweden nicht den einen Ort, an dem du gewesen sein musst. Und wenn dir jemand versucht, das zu erzählen, dann hör nicht auf ihn! Vielmehr gibt es unzählige Orte, an denen du perfekt Urlaub machen kannst.

Tipps für die erste Schwedenreise

Nichtsdestotrotz haben wir versucht, ein paar Reisetipps zusammenzustellen:

Ein Basislager kann sinnvoll sein. Das heißt aber nicht, dass eine Rundreise nicht zu empfehlen ist. Gute Erfahrungen haben wir auch mit einer Kombination gemacht: zuerst ein bis zwei Wochen Rundreise und dann ein bis zwei Wochen Urlaub im Ferienhaus oder auf dem Bauernhof. Eine schöne Rundreise für Schweden-Neulinge führt von Göteborg über Örebro nach Stockholm und von dort aus über Småland zurück nach Malmö. Hier findest du die ausführliche Tourenbeschreibung.

Soll ich vorbuchen?

Wenn du in einem Ferienhaus oder auf einem Bauernhof Urlaub machen willst, dann kommst du ums Buchen nicht drumrum, das ist klar. Hotels, Hostels und Jugendherbergen in den bei Touristen beliebten Orten, vor allem in Stockholm, in der Hochsaison sollten ebenso im Vorfeld gebucht werden wie auch Hütten im Gebirge (Fjäll). Bei Campingplätzen kannst du hingegen meist entspannter sein. Gerade in ländlichen Gebieten findest du eigentlich immer einen Platz. Anders sieht es in Göteborg und Stockholm aus oder wenn irgendwo eine Großveranstaltung ist, zum Beispiel die Mittelalterwoche in Visby.

Jugendherbergen und Hütten in den Bergen kannst du bei der Svenska Turistföreningen buchen.

Der erste Schwedenurlaub: So verhältst du dich angemessen

Das Schöne vorneweg: Schweden ist Deutschland in vielem ähnlich. Weder beim Essen noch bei grundsätzlichen Verhaltensweisen musst du dich auf etwas ganz Neues einstellen. Zudem ist Schweden Mitglied in der EU, du kannst überall mit Karte bezahlen und die Schweden sprechen hervorragendes Englisch. Einen Kulturschock wirst du daher ganz sicher nicht erleben. Und solange du dich umsichtig und rücksichtsvoll verhältst, wirst du auch keinem Schweden auf den Schlips treten.

Dennoch gibt es ein paar Fettnäpfchen, die du vermeiden solltest. Insbesondere das wichtige Jedermannsrecht solltest du unbedingt einhalten. Da die Schweden sehr höfliche und eher zurückhaltende Menschen sind, werden sie dich wahrscheinlich nicht offensiv angehen, wenn du diese Regeln missachtest. Die Nase rümpfen werden sie aber vielleicht schon. Auch beim Reisen mit Hund müssen ein paar Dinge beachtet werden – auch wenn es nicht viele sind.

Der erste Schwedenurlaub: Tipps für eine gelungene Reise

Lieber loppis statt IKEA, lieber dagens rätt als abends essen gehen, lieber entspannt Schlange stehen als rumstressen – mit ein paar einfachen Tipps und Tricks lässt sich dein Schwedenurlaub besonders schön, abwechslungsreich und intensiv gestalten.

Loppis? Dagens rätt? – Was soll das denn bedeuten? Zwar beherrschen die Schweden normalerweise perfektes Englisch und einige, insbesondere von der älteren Generation, können auch Deutsch. Doch mit ein paar Brocken Schwedisch zauberst du den Schweden nicht nur ein Lächeln ins Gesicht, die Orientierung kann manchmal auch leichter werden. Der sympathische Schwede Joakim hat auf seiner Seite sprichmalschwedisch.com einige gute und nach Themen geordnete Vokabellisten zusammengestellt.

Zu guter Letzt: das Geld

Ist in Schweden der Alkohol nicht wahnsinnig teuer? Und das Leben allgemein? Solche Fragen erreichen uns immer wieder. Kurz geantwortet: Das Leben in Schweden ist etwas teurer als in Deutschland, aber nicht sonderlich – wenn wir vom Alkohol und abends Essengehen mal absehen.

Geld musst du im Normalfall nicht vor Antritt der Reise umtauschen. Zum einen kannst du in Schweden so gut wie überall mit Karte bezahlen (manchmal sogar nur noch), zum anderen kannst du mit speziellen Kreditkarten, wie zum Beispiel der der DKB, im Ausland kostenlos abheben.

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Wir hoffen, dass wir alle oder zumindest viele deiner Fragen beantworten konnten. Falls nicht, hinterlasse einfach einen Kommentar unter dem Artikel. Wir beantworten deine Frage dann so schnell wie möglich.

Nun aber wünschen wir dir viel Spaß und tolle Erlebnisse bei deinem ersten Urlaub in Schweden! Wir sind uns sicher, dass es nicht deine letzte Reise in den Norden bleiben wird.  🙂

 

Beitragsbild: Per Pixel Petersson / imagebank.sweden.se

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Rundreise durch Schweden – Schweden kennen lernen

Rundreise durch das südliche Schweden

Schweden ist ein riesiges Land, weshalb es nicht möglich ist, es in einem einzigen Urlaub komplett kennen zu lernen (außer du hast gleich ein paar Monate Zeit). Um dennoch möglichst viel vom Land zu entdecken, haben wir einen Vorschlag für eine Rundreise durch den südlichen Teil Schwedens ausgearbeitet. Er soll nur ein grobes Gerüst sein und kann natürlich nach Belieben verändert werden.

Diese Rundreise, die von Göteborg nach Stockholm und von dort über Småland nach Malmö führt, ist ideal für alle, die zum ersten Mal nach Schweden reisen. Du lernst viele unterschiedliche Seiten von Schweden kennen und siehst, wie vielfältig das Land im Norden ist. Vielleicht – so hoffen wir zumindest – ist die Rundreise dann ja auch Ausgangspunkt für weitere Reisen in den Norden.

Vorschlag für eine Rundreise durch das südliche Schweden
Vorschlag für eine Rundreise durch das südliche Schweden

Die Route kann selbstverständlich auch in der umgekehrten Reihenfolge bereist werden. Zudem haben wir immer wieder Varianten eingebaut und Möglichkeiten für Erweiterungen angeboten. Je nach Reisetempo ist die Rundreise in zwei bis drei Wochen machbar. Übernachtungsmöglichkeiten haben wir keine angeführt, denn schließlich hat hier jeder ganz unterschiedliche Vorstellungen. An allen Stationen gibt es aber Campingplätze, Hostels / Jugendherbergen und Hotels.

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Start der Rundreise in Göteborg

Die lebendige Hafenstadt Göteborg ist ein idealer Startpunkt für die Reise. Sie ist sowohl mit dem Flugzeug, mit der Fähre als auch mit dem Auto leicht zu erreichen und bietet viel. Im gemütlichen Stadtteil Haga kannst du leckere Kanelbullar essen und Fika-Pause machen, der Vergnügungspark Liseberg lohnt sich immer und auch ohne Kinder, das Einkaufszentrum Nordstan und die Innenstadt laden zum Shoppen ein und in den Schären vor der Küste kommt ganz schnell echtes Schweden-Feeling auf.

Start der Rundreise: Göteborg
Der Hafen von Göteborg, Blick auf die Werft Eriksberg

Romantisches Schweden: Bohuslän

Nördlich von Göteborg liegt die traumhaft schöne Region Bohuslän. An der zerklüfteten, felsigen Küste und in den vielen malerischen Orten auf den Inseln und zwischen mächtigen Klippen kannst du die Seele baumeln lassen und bestens entspannen. Der Takt hier ist ein ganz anderer als in der Großstadt Göteborg und daher zum Entschleunigen wie gemacht. Abends auf den von der Sonne gewärmten Felsen zu sitzen und dem Sonnenuntergang über dem Meer zuzuschauen, ist durch wenig zu toppen. Aber auch bei stürmischem Wetter, wenn einem der Wind nur so um die Ohren peitscht, ist es hier herrlich – dann halt nicht mehr kitschig romantisch, sondern wildromantisch.

Magische Orte: Smögen in Bohuslän
Schärentraum Smögen; Foto: Sebastian Lineros / imagebank.sweden.se

Welchen Ort du in Bohuslän ansteuerst, ist dabei gar nicht so wichtig, denn schön ist es eigentlich überall. Beliebt sind unter anderem Marstrand, Lysekil, Smögen oder etwas weiter nördlich Fjällbacka. Aber auch die Inseln Orust und Tjörn und viele andere Orte sind es ebenso wert, angesteuert zu werden.

Um den Vänern, Variante 1: Kanufahren in Dalsland

Weiter geht es in Richtung Örebro, wobei die Route der Rundreise am Vänern entlangführt. Dabei hast du zwei Möglichkeiten – nördlich oder südlich den größten See des Landes zu umfahren.

Die nördliche Route führt durchs ländliche Dalsland und Värmland. Wenn du die Natur intensiv genießen willst, dann lohnt sich diese Variante, denn sowohl Dalsland als auch Värmland sind geprägt von vielen Flüssen und Seen, tiefen Wäldern und – von Karlstad mal abgesehen – kleinen und sehr überschaubaren Dörfern und Städten. Die Region um Bengtsfors in Dalsland ist für Kanufahrer ein Eldorado. Von hier aus können mit dem Kanu unzählige Seen und Flüsse erforscht werden. Kleine Tagestouren sind ebenso möglich wie mehrtägige Reisen in die Wildnis und Einsamkeit dieser Region.

Kanufahren in Dalsland, Schweden
Traumhaft: mit dem Kanu in Dalsland unterwegs

Um den Vänern, Variante 2: Reise ins Mittelalter

Die südliche Route um den Vänern ist weniger von der Natur geprägt, dafür umso mehr von alten Stätten, die dich ins schwedische Mittelalter entführen. Der alte Bischofssitz Skara war im Mittelalter einer der zentralsten Orte in Schweden. Gelegen an zwei wichtigen Handelsstraßen entwickelte sich eine blühende Stadt, von der heute noch der knapp 1000 Jahre alte Dom zeugt.

Rundreise ins Mittelalter: Skara
Eine der ältesten Städte Schwedens: Skara; Foto: Per Pixel Petersson / imagebank.sweden.se

Nicht weit von Skara entfernt befinden sich das frühere Zisterzienser-Kloster Varnhem sowie Ruinen- und Begräbnisstätten. Bei Kata Gård wurden zum Beispiel mehrere Wikingergräber mit sehr gut erhaltenen Skeletten freigelegt. In der Klosterkirche liegen mehrere schwedische Könige begraben, darunter auch Birger Jarl, der Gründer Stockholms.

Auch rund um Lidköping auf dem Kinnekulle und bei Husaby kannst du auf mittelalterlichen Spuren wandeln.

Örebro und das Wasserschloss

Die siebtgrößte Stadt Schwedens liegt am westlichen Ufer des Sees Hjälmaren. Früher war Örebro als „Schuhstadt“ bekannt, da sich hier mehrere Schuhfabriken niedergelassen hatten, die es heutzutage aber nicht mehr gibt. Die Zeiten überstanden hat hingegen das Schloss in Örebro, das prächtig auf einer kleinen Insel im Fluss Svartån in der Stadtmitte liegt. Um das Schloss herum kannst du durch den Schlosspark wandeln oder die Altstadt genießen. Etwas außerhalb befindet sich der pilzförmige Wasserturm, der passenderweise „Svampen“ („Der Pilz“) heißt, von dem du eine hervorragende Aussicht über die Stadt und die Umgebung hast.

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Erweiterungsmöglichkeit der Rundreise: Auf zum Siljansee!

Wenn du die Zeit hast und dich viele Fahrkilometer nicht schrecken, dann kannst du dich von Örebro aus nach Norden wenden. Das liebliche Bergslagen direkt nördlich von Örebro lädt zum Wandern, Radfahren und Kanufahren ein. Über Lindesberg, Kopparberg und Borlänge gelangst du schließlich in die Kupfergrubenstadt Falun, die mit einer malerischen Stadtkulisse und dem sehr spannenden Grubenmuseum aufwartet. Der von hier aus schnell erreichbare Siljansee gilt als das Herz Schwedens. Hier werden Traditionen noch gelebt. Das Mittsommerfest in dieser Gegend zu feiern, ist daher ein ganz besonderes Erlebnis.

Gilt als das Herz Schwedens: der Siljansee in Dalarna
Der „Herz Schwedens“: der Siljansee; Foto: Jacque de Villiers / imagebank.sweden.se

Ein Sommer mit Kurt Tucholsky im Schloss Gripsholm

Von Örebro aus geht die Rundreise Richtung Osten nach Stockholm. Doch bevor du die Hauptstadt Schwedens erreichst, lohnt sich ein Halt am Südufer des Sees Mälaren. Das kleine und äußerst pittoreske Städtchen Mariefred lockt mit hübschen Sträßchen und schönen Holzhäusern. Mehrere Folgen von „Inga Lindström“ wurden hier ebenso gedreht wie manche Szenen aus Astrid Lindgrens „Rasmus, Pontus und der Schwertschlucker“.

Doch Mariefred ist vor allem wegen dem alten Königsschloss bekannt: Schloss Gripsholm. Kurt Tucholsky weilte nach seiner Flucht aus Nazi-Deutschland eine Weile in Mariefred und wurde hier inspiriert zu seiner heiter-melancholischen Liebesgeschichte „Schloss Gripsholm. Eine Sommergeschichte“*. Dieses kleine Büchlein zu lesen, während man am Ufer des Mälaren liegt, ist eine ganz besondere literarische Reise.

Stockholm – eine der schönsten Hauptstädte Europas

Höhepunkt der Rundreise: Stockholm
Blick in eine Straße in der Stockholmer Altstadt Gamla Stan

Von Mariefred aus ist es nicht mehr lang bis nach Stockholm, der Hauptstadt Schwedens. Stockholm ist nicht nur die schönste, aufregendste und an Sehenswürdigkeiten reichste Stadt in Schweden, sondern ganz gewiss auch eine der schönsten Hauptstädte Europas. Erbaut auf vielen Inseln zwischen Ostsee und Mälaren ist sie umgeben und geprägt vom Wasser. Eine Bootstour hinaus in die Schären, zum Beispiel auf die Fjäderholmerna oder nach Sandhamn, sollte daher auf dem Programm stehen.

Gamla Stan, das hippe Södermalm, das mondäne Östermalm, das Königsschloss, das Freilichtmuseum Skansen, die vielen tollen Museen (zum Beispiel das Vasa-, Foto-, Abba- oder das Moderne Museum) … ach, die Möglichkeiten in Stockholm sind zahllos. Und auch rund um Stockholm gibt es viele lohnende Ausflugsziele, beispielsweise die Universitätsstadt Uppsala, die älteste Stadt Schwedens Sigtuna, die alte Wikingersiedlung Birka, das königliche Schloss Drottningholm.

Drei Tage solltest du mindestens für Stockholm einplanen. Wenn du jedoch nur ganz wenig Zeit hast, dann empfehlen wir dir folgende vier Dinge.

Alte Industrien – moderner Charme: Norrköping

Von Stockholm aus geht es auf der Rundreise wieder Richtung Süden. Nächster Halt ist die Industriestadt Norrköping. Die Stadt mit knapp 100.000 Einwohnern liegt an der Mündung des Motala ström in die Ostsee. Seit dem 19. Jahrhundert entstanden mehrere Textil- und Papierfabriken und andere Industrien. Doch wie so vielen anderen Orten, die von der Industrie geprägt waren, erging es auch Norrköping. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts mussten immer mehr Fabriken schließen. Zurück blieb ein großes Areal mit vielen Fabriken und Produktions- und Lagerhallen, die keine Funktion mehr hatten.

Dieses Gebiet wurde umgestaltet und trägt heute den Namen „industrilandskapet“ (die Industrielandschaft). Entlang des Motala-Flusses können nun die alten Industriegebäude bewundert werden, in denen u.a. Museen, ein Teil der Linköpinger Universität und das Symphonieorchester untergebracht sind. Besonders reizvoll ist Knäppingsborg, wo sich Cafés und Restaurants sowie Kunsthandwerk und kleine Boutiquen angesiedelt haben. Eine Oase, in der es sich wahrlich aushalten lässt!

Auf der Rundreise nach Süden: die Schären von Sankt Anna und Västervik

Weiter führt der Weg in Richtung Süden an der Küste entlang. Wenn du noch einige Tage zur Verfügung hast, dann solltest du dir hier Zeit lassen. Ein Abstecher in die Schären von Sankt Anna nur wenige Kilometer südlich von Norrköping lohnt sich sehr. Die Schären kannst du aber auch perfekt im malerischen Küstenstädtchen Västervik genießen. Besonders im Sommer lebt und blüht diese Stadt regelrecht auf. Wenn es dich aufs Wasser zieht, dann leih dir doch ein Kajak, Motor- oder Segelboot aus und entdecke so die Schären!

Schären - gibt es mehrfach auf der Rundreise
Die Schären: ein Genuss; Foto: Henrik Trygg / imagebank.sweden.se

Ab Västervik gibt es zwei unterschiedliche Wege, die du wählen kannst: Variante 1 führt an der Küste entlang zurück nach Malmö. Bei Variante 2 stehen Småland und Astrid Lindgren im Zentrum. Natürlich kannst du auch beide Varianten verknüpfen und im Zickzackkurs weiterfahren.

Variante 1: an der Küste entlang

Das Kalmarer Schloss

Wenn es dir in Västervik und an der Küste gefallen hat, dann empfehlen wir diese Route. Über Kalmar und Karlskrona führt der Weg nach Malmö immer an der Küste entlang. Wo du unterwegs Halt machst, ist eigentlich gar nicht so entscheidend, da es überall am Meer schön ist. Lohnenswert sind Kalmar und das prächtige Kalmarer Schloss, auch ein Abstecher auf die Insel Öland mit seinen Windmühlen, Steinküsten und Ruinen lohnt sich. Karlskrona ist ein gemütliches Städtchen mit einigen Schären vor der Küste.

Nach Karlskrona wird die steinige Küste immer mehr von herrlichen Sandstränden abgelöst. Nach Kristianstad kannst du den schnellen Weg direkt nach Malmö nehmen. Oder du biegst nach Süden ab und fährst durch die wunderschöne Landschaft Österlen. Wenn du diese Route wählst, kommst du auch durch Ystad, wo man auf Kurt Wallanders Spuren wandeln kann.

Variante 2: Astrid Lindgrens Welt rund um Vimmerby

Kurz nach Västervik verlässt du die E22 und biegst auf die Straße 40 nach Vimmerby. Hier wuchs Astrid Lindgren auf. Viele ihrer Geschichten, zum Beispiel „Michel aus Lönneberga“ oder „Wir Kinder aus Bullerbü“, spielen in den Landschaften und Orten rund um die kleine Stadt. Neben dem Astrid-Lindgren-Museum Näs und dem faszinierenden Themenpark „Astrid Lindgrens Värld“ kannst du auch einige Original-Drehorte besuchen. Småland eignet sich nicht nur deswegen perfekt für einen Urlaub mit Kindern.

Über das gemütliche Växjö geht es dann in Richtung Malmö. Unterwegs kommst du durch Älmhult. Hier hat die Geschichte von IKEA ihren Anfang genommen. Das IKEA-Museum ist wirklich interessant. Außerdem gibt es hier manche IKEA-Produkte zu kaufen, die sonst nirgends in den Regalen zu finden sind.

In Malmö endet die Rundreise. Von hier aus führt der Weg über die Öresundbrücke zurück in die Heimat. Oder du nimmst eine Fähre von Malmö oder etwas weiter südlich von Trelleborg. Warum nicht die „Nils Holgersson“ der Reederei TT-Line? Das wäre doch ein würdiger Abschluss einer Schwedenreise.

 

Wir sind uns sicher, dass du bald wieder nach Schweden zurückkehren wirst. Wenn du Tipps und Anregungen für weitere Reisen brauchst, dann melde dich einfach bei uns oder hinterlasse einen Kommentar. Wir freuen uns auch über Kommentare, wenn es dir an einem der vorgeschlagenen Orte ganz besonders oder – das hoffen wir jedoch nicht – überhaupt nicht gefallen hat.

 

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