Kategorie: Land und Leute

Kanelbullar - Zimtschnecken
Kanelbullar – die schwedischen Zimtschnecken: traumhaft!

Schweden: Land und Leute kennenlernen

Es ist schwer zu sagen, DIE Schweden sind so und so oder DER Schwede an sich macht das und das gerne. Will man ein Land und dessen Bewohner beschreiben, dann droht immer die Gefahr, dass man in die Klischeefalle tritt.

Subjektiv, aber nie pauschal

Ohne pauschal zu werden, wollen wir versuchen, uns Schweden und dessen Bewohnern anzunähern. Land und Leute werden beleuchtet, wobei Skurriles ebenso Platz findet wie Ernstes. Wir stellen Feste und Traditionen vor, überlegen, was typisch für Schweden ist, erzählen Geschichten, die viel über das Land und die Schweden berichten. So hoffen wir, dass am Ende ein Bild von Schweden entsteht, das das Land tatsächlich charakterisiert, die Klischees aber ausspart.

Alla helgons dag – das schwedische Allerheiligen

Friedhof an Allerheiligen

Ich erinnere mich noch gut an Allerheiligen – oder Alla helgons dag -, als ich als Austauschstudent in Falun lebte. Es gab eine Abkürzung von der Uni zum Wohnheim, die über einen Friedhof führte. Es war ein idyllisch gelegener mit viel Wald und einem kleinen See in der Mitte. Am ersten Samstag im November, es hatte bereits ein wenig geschneit, war ich auf einer Uni-Party. Spätabends trat ich den Heimweg an und ging wie immer über den Friedhof. Doch der war nicht wiederzuerkennen: Überall brannten Kerzen, deren Schein sich im Schnee reflektierte. Zwischen den Bäumen, wo es sonst tiefschwarz war, schimmerte es hell. Niemand außer mir war auf dem Friedhof unterwegs. Eine Pracht, eine heilige Stille, lag über dem Gräberfeld. Es war Allerheiligen.

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Ein herrlicher Spaß – beim „Allsång på Skansen“

Allsång på Skansen

Ich habe schon viel mitgemacht, was als „typisch schwedisch“ gilt. Ich habe in Dalarna Lucia gefeiert, war auf dem Kungsleden wandern, habe mit Papphütchen auf dem Kopf beim Krebsfest Schnapslieder gesungen. Und, ja, auch als kleiner Frosch bin ich um die Mittsommerstange gehüpft. Aber eine Sache fehlte noch. Eine Sache, die so richtig schwedisch ist. Jetzt konnte ich sie endlich erfahren: Ich war beim „Allsång på Skansen“.

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Die Schweden und ihr Nationalfeiertag

Feierlichkeiten in Stockholm zum Nationalfeiertag am 6. Juni

Der 6. Juni 2005 ist mir gut in Erinnerung geblieben. Schwedischer Nationalfeiertag. Und das in der Hauptstadt. Die Erwartungen waren groß. Doch dann: ein bisschen Fahnenschwenken, ein paar Reden, ein kleinerer Umzug. Nur wenige Wochen zuvor, am 17. Mai, hatten die in Stockholm lebenden Norweger ihren Nationalfeiertag deutlich pompöser gefeiert. Gut, das war die hundertjährige Feier der Loslösung Norwegens von Schweden, vielleicht ein Grund, besonders intensiv zu feiern. Aber dennoch blieb die Frage, weshalb die Schweden ihren eigenen Nationalfeiertag so zurückhaltend, ja, beinahe schon zögerlich begingen. Dabei sind sie doch sonst nicht so zurückhaltend, wenn es darum geht, Flagge zu bekennen.

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Ein Traum von Schweden – „Schweden entdecken mit Kronprinzessin Victoria“

Schweden entdecken mit Kronprinzessin Victoria Beitragsbild

Bereits seit einigen Tagen liegt das Buch „Schweden entdecken mit Kronprinzessin Victoria“ in meinem Wohnzimmer auf dem Sofa. Immer wieder setze ich mich hin, nehme den opulenten Bildband in die Hände und tauche ab. Mal nach Dalarna, mal nach Norrbotten, dann wieder an die Küste Südschwedens. Kleine imaginäre Kurztrips nach Schweden zusammen mit der Kronprinzessin Victoria. Es ist ein wahrlich traumhaftes Buch.

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Valborg – von Hexen, Feuern und bunten Booten

Valborg mit Maifeuer

Es ist schon ein paar Jahre her, als ich Student in Falun war. Am Morgen des 30. April brach eine ganze Schar an Studenten auf, setzte sich in den Zug und fuhr nach Uppsala. Valborgsmässoafton – der Tag vor der Walpurgisnacht stand bevor. Und dazu reiste man sogar aus Falun an. Denn vor allem in den großen Studentenstädten Lund und Uppsala wird dieser Tag richtig groß gefeiert.

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Solsidan – die Sonnen- oder die Schattenseiten Schwedens?

Solsidan

Mit 39 Jahren, wenn das erste Kind im Anmarsch ist, dann können spießige Gedanken plötzlich ziemlich attraktiv werden. Ist es dann nicht das Beste, an den Ort der Kindheit zurückzuziehen, wo man einen Garten hat, in dem das Kind spielen kann, und man abends ein Feierabendbier zusammen mit Freunden trinkt? Das glaubt zumindest Alex, einer der Protagonisten der schwedischen Erfolgs-Comedyserie „Solsidan“.

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