Gleich zu Beginn wartet ein erstes spielerisches Highlight: ein riesiger Nicht-den-Boden-berühren-Pfad. Pippi lässt grüßen. Nur wenige Meter später wird auf einer kleinen Bühne „Mio mein Mio“ aufgeführt. Kurz darauf treffen wir auf einen weißen Schimmel mit schwarzen Punkten: Kleiner Onkel wartet auf seinen Auftritt, den er gleich auf der Pippi-Bühne haben wird. Schon auf den ersten Metern in Astrid Lindgrens Värld in Vimmerby ist einiges los. Spielen, Theater erleben, Kulissen entdecken – hier kann man sich voll und ganz in Astrid Lindgrens fantastische Geschichten begeben. Ein Erlebnis der besonderen Art. Aber lohnt der teure Eintritt?
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Schweden: Land und Leute kennenlernen
Es ist schwer zu sagen, DIE Schweden sind so und so oder DER Schwede an sich macht das und das gerne. Will man ein Land und dessen Bewohner beschreiben, dann droht immer die Gefahr, dass man in die Klischeefalle tritt.
Subjektiv, aber nie pauschal
Ohne pauschal zu werden, wollen wir versuchen, uns Schweden und dessen Bewohnern anzunähern. Land und Leute werden beleuchtet, wobei Skurriles ebenso Platz findet wie Ernstes. Wir stellen Feste und Traditionen vor, überlegen, was typisch für Schweden ist, erzählen Geschichten, die viel über das Land und die Schweden berichten. So hoffen wir, dass am Ende ein Bild von Schweden entsteht, das das Land tatsächlich charakterisiert, die Klischees aber ausspart.
Die besten Rezepte Schwedens – eine Rezension
Ingrid Hofstra führt mit ihrem Koch- und Backbuch „Die besten Rezepte Schwedens – 60 köstliche Klassiker“ ganz unprätentiös in die schwedische Küche ein. Damit gibt sie einen guten Überblick über die Vielfalt typisch schwedischer Rezepte und nimmt einen zugleich mit auf eine kulinarische Reise durch das Land. Für Einsteiger und Liebhaber gleichermaßen.
WeiterlesenSensation in Südschweden: Mjällby ist schwedischer Meister 2025
Mjällby AIF hat es tatsächlich geschafft. Am heutigen Montag, 20. Oktober, besiegte der kleine Dorfverein aus Südschweden den traditionsreichen – und deutlich reicheren – IFK Göteborg auswärts mit 2:0. Damit ist Mjällby drei Spieltage vor Schluss schwedischer Meister, Sieger der allsvenskan. Das ist einerseits eine Sensation, andererseits mit Blick auf den Verlauf der Saison keine Überraschung mehr.
WeiterlesenAuswanderergeschichten 9: Neustart mit Ponyhof
Fasziniert vom einfachen, naturnahen Leben und auf der Suche nach mehr Freiheit für ihre Ponys und Hunde wollten Angelika und Tobias ursprünglich nach Kanada auswandern. Gelandet sind sie jedoch in Småland, wo sie nun ganz nach dem Motto „Das Leben ist ein Ponyhof!“ ihr kleines Ponyparadies aufbauen. Das ist ihre Geschichte:
WeiterlesenVerliebt in den Entführer? Das Stockholmsyndrom
Es ist der 23. August 1973, ein warmer Spätsommertag. Der Wahlkampf ist in vollem Gange. Regierungschef Olof Palme kämpft zum ersten Mal um seine Wiederwahl. Überall in Stockholm finden Wahlkampfveranstaltungen statt. Mitte September wird er sich gerade so retten, denn die beiden Blöcke aus Sozialdemokraten und Linken einerseits und Moderaten, Centrum und Folkpartiet andererseits werden beide auf 175 Sitze im Parlament kommen. Zugleich hört man keine guten Nachrichten aus dem Königshaus. König Gustaf VI Adolf musste aufgrund eines Magengeschwürs operiert werden und befindet sich nun in keinem guten Zustand im Krankenhaus von Helsingborg. Am 15. September wird er an einer Lungenentzündung in Folge der schweren Operation sterben. Sein Enkel, der heutige König, wird der Nachfolger. Über 50 Jahre ist dies nun her.
Umbruchszeiten. Politisch interessante Zeiten. Aber ein anderes Ereignis wird die Titelblätter der Zeitungen in den nächsten Tagen füllen.
Weiterlesen„Bortbytaren“ – ein gruseliger, düsterer Krimi von Anders de la Motte
Ein Bunker in einem Berg irgendwo bei Hässleholm in Südschweden. Ein junges Paar, Smilla Holst und Malik Mansur, lieben es, Lost Places zu entdecken und zu fotografieren. Sie steigen ein ins Dunkel, begeben sich immer tiefer in den Bunker und den Berg. Dann sind sie verschwunden und tauchen nicht mehr auf. So beginnt der fesselnde Krimi „Bortbytaren“ (auf Deutsch: „Stille Falle“) des schwedischen Erfolgsautors Anders de la Motte.
WeiterlesenNobel – „Kaufmann des Todes“ oder Wohltäter der Menschheit?
Heleneborg liegt idyllisch. Das Industrielokal befindet sich am nördlichen Ufer der Insel Södermalm in Stockholm. Ein schmaler Kanal trennt hier Södermalm von Långholmen. Blickt man heute von Heleneborg hinüber nach Långholmen, schaut man auf einen Kajakverleih und unzählige Freizeitboote. Etwas oberhalb von Heleneborg sitzen die Menschen im Sommer im Café Lasse i parken, das eher an einen beschaulichen Ort irgendwo auf dem Land als an Stockholm erinnert.
Vor fast 160 Jahren war es hier auf Södermalm weniger idyllisch. Söder war der Stadtteil der Arbeiter. Viele Gebäude waren heruntergekommen, die Menschen arm, das Leben hart. Der Stadtteil hatte den wenig schmeichelhaften Spitznamen „Kniv-Söder“ (Messer-Söder). Gewalt gehörte zum Alltag. Långholmen war eine Gefängnisinsel, der Zutritt streng bewacht. Im Industrielokal Heleneborg wurde hart geschuftet. Das Gebäude hatte schon so einiges gesehen: Webereien, Tabakfabriken, Druckereien.
Seit einigen Jahren ging es weniger staubig und lärmend her, dafür aber umso gefährlicher.
WeiterlesenAuswanderer-Geschichten 8: als Lehrerin nach Schweden
Eintrag aus unserem "Orga-Buch":
27. Dezember 2023 – Hier sitze ich mit meinen beiden Kindern beim Bäcker und esse eine Laugenstange. Weihnachten ist gerade rum und gedanklich bin ich weiter weg von zu Hause als die 200 Meter, die uns eigentlich gerade von unserem Haus in Mannheim trennen. Im Februar 2023 habe ich meine erste Bewerbung an die Deutsche Schule in Stockholm verschickt und nun das Verrückte… Sie haben wirklich Interesse, dass ich als Chemie- und Erdkunde-Lehrerin nach Stockholm komme, um dort zu arbeiten. Nach dem Gespräch mit dem Schulleiter im November 2023 kam die Zusicherung, dass auch meine Kinder an die Deutsche Schule kommen können. Parallel einfach mal nach Häusern in Stockholm geschaut und auch hier sind wir direkt auf nette Menschen gestoßen, die unsere Idee und einige anfängliche Unsicherheiten ganz positiv aufgenommen haben.
Aber können wir das wagen? Was machen wir denn in Sachen Beamtentum, Abmeldung in Deutschland, mit unserem Haus und dieser wahnsinnigen Bürokratie? Schaffen wir das? Warum sollen David und ich das nicht schaffen?WeiterlesenAlla helgons dag – das schwedische Allerheiligen
Ich erinnere mich noch gut an Allerheiligen – oder Alla helgons dag -, als ich als Austauschstudent in Falun lebte. Es gab eine Abkürzung von der Uni zum Wohnheim, die über einen Friedhof führte. Es war ein idyllisch gelegener mit viel Wald und einem kleinen See in der Mitte. Am ersten Samstag im November, es hatte bereits ein wenig geschneit, war ich auf einer Uni-Party. Spätabends trat ich den Heimweg an und ging wie immer über den Friedhof. Doch der war nicht wiederzuerkennen: Überall brannten Kerzen, deren Schein sich im Schnee reflektierte. Zwischen den Bäumen, wo es sonst tiefschwarz war, schimmerte es hell. Niemand außer mir war auf dem Friedhof unterwegs. Eine Pracht, eine heilige Stille, lag über dem Gräberfeld. Es war Allerheiligen.
WeiterlesenTrinkgeld in Schweden – Wann, wie viel oder überhaupt nicht?
„Vor langer Zeit kam jemand auf die Idee, dass es langweilig wäre, wenn es im Restaurant einfach nur nett ist. Sollte man nicht ein kleines Moment der Unsicherheit am Ende der Mahlzeit einführen, das eine nicht sonderlich intensive, aber dennoch beständig zunehmende Unruhe verursacht?“ Das ist natürlich historisch nicht korrekt, aber der Gedanke, den der schwedische Podcaster und Kolumnist Andrev Walden neulich in seinem Pod über das Geben von Trinkgeld formulierte, hat was. Jeder kennt es vermutlich, dieses Unsicherheitsgefühl: Wie viel Trinkgeld soll ich geben? Muss ich geben? Muss ich überhaupt? Was wirkt geizig, was überheblich? Trinkgeld zu geben, ist keine einfache Sache. Wie sieht es also aus mit dricks, mit dem Trinkgeld in Schweden?
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