Kategorie: Land und Leute

Kanelbullar - Zimtschnecken
Kanelbullar – die schwedischen Zimtschnecken: traumhaft!

Schweden: Land und Leute kennenlernen

Es ist schwer zu sagen, DIE Schweden sind so und so oder DER Schwede an sich macht das und das gerne. Will man ein Land und dessen Bewohner beschreiben, dann droht immer die Gefahr, dass man in die Klischeefalle tritt.

Subjektiv, aber nie pauschal

Ohne pauschal zu werden, wollen wir versuchen, uns Schweden und dessen Bewohnern anzunähern. Land und Leute werden beleuchtet, wobei Skurriles ebenso Platz findet wie Ernstes. Wir stellen Feste und Traditionen vor, überlegen, was typisch für Schweden ist, erzählen Geschichten, die viel über das Land und die Schweden berichten. So hoffen wir, dass am Ende ein Bild von Schweden entsteht, das das Land tatsächlich charakterisiert, die Klischees aber ausspart.

Weiße Weihnachten in Schweden – Wo liegt Schnee?

Schnee und Winter in Schweden

Vor mehr als zehn Jahren, 2012, war es das letzte Mal so weit: Weiße Weihnacht in ganz Schweden. Selbst die so gar nicht schneeverwöhnten Einwohner der West- und der Südküste konnten sich über eine dünne Schicht der weißen Glitzerpracht freuen. Seitdem gab’s das nicht mehr, auch wenn an Weihnachten 2021 mal wieder in weiten Teilen des Landes Schnee lag. Wo kann man mit großer Wahrscheinlichkeit mit weißen Weihnachten rechnen? Gibt es gewisse Trends, nach denen man sich richten kann, wenn man Weihnachten oder die Weihnachtsferien in Schweden im Schnee verbringen möchte?

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Nobel – „Kaufmann des Todes“ oder Wohltäter der Menschheit?

Alfred Nobel

Heleneborg liegt idyllisch. Das Industrielokal befindet sich am nördlichen Ufer der Insel Södermalm in Stockholm. Ein schmaler Kanal trennt hier Södermalm von Långholmen. Blickt man heute von Heleneborg hinüber nach Långholmen, schaut man auf einen Kajakverleih und unzählige Freizeitboote. Etwas oberhalb von Heleneborg sitzen die Menschen im Sommer im Café Lasse i parken, das eher an einen beschaulichen Ort irgendwo auf dem Land als an Stockholm erinnert.

Vor fast 160 Jahren war es hier auf Södermalm weniger idyllisch. Söder war der Stadtteil der Arbeiter. Viele Gebäude waren heruntergekommen, die Menschen arm, das Leben hart. Der Stadtteil hatte den wenig schmeichelhaften Spitznamen „Kniv-Söder“ (Messer-Söder). Gewalt gehörte zum Alltag. Långholmen war eine Gefängnisinsel, der Zutritt streng bewacht. Im Industrielokal Heleneborg wurde hart geschuftet. Das Gebäude hatte schon so einiges gesehen: Webereien, Tabakfabriken, Druckereien.

Seit einigen Jahren ging es weniger staubig und lärmend her, dafür aber umso gefährlicher.

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Semlor backen ganz einfach – das Rezept

Semlor am Fettisdagen

Semlor werden in Schweden am Fettisdagen in rauen Mengen verputzt. Schätzungen gehen von 6 Millionen aus – allein an diesem Tag. Die Saison für das leckere Gebäck mit Sahne, Kardamom und Mandelmasse ist jedoch von Januar bis zum Beginn der Fastenzeit. Und wenn du magst, kannst du sie natürlich auch das ganze Jahr über futtern. Mit diesem Rezept machst du sie ganz einfach selbst.

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Iceskating in Schweden – ein Wintervergnügen

Iceskating bei Stockholm

Långfärdsskridskoåkning – das Schwedische kann auch mit einigen Wortungetümen begeistern. Nehmen wir dieses wunderschöne Wort auseinander, kommen wir zu einem der schönsten Wintersportvergnügen, die der Norden zu bieten hat. Åkning bedeutet „Fahren“, skridskor sind die „Schlittschuhe“ und långfärdsskridskor sind spezielle Schlittschuhe, die dafür gemacht sind, längere Touren damit zu gehen. Auf Englisch würde man „Tour Skating“ sagen. Sprich: Man fährt mit Schlittschuhen an den Füßen über zugefrorene See, manchmal auch Kanäle oder das Meer – stundenlang oder, wer mag, auch tagelang. Stockholm ist für diese Form des Iceskating ein idealer Ort.

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Im Netz der Spinne – der neue Roman von Lars Kepler

Spinnennetz über Stockholm

Ich liebe skandinavische Krimiserien wie „Die Brücke“. Und ich verfluche sie. Denn einmal angefangen, ist es beinahe unmöglich, zwischen einer der Folgen eine Pause zu finden. Kurze Nächte und viel zu viele Stunden vor dem Fernseher sind die Folge. Lars Kepler ist in dieser Hinsicht – und nicht nur in dieser – wie eine solche Krimiserie. Jetzt ist der neueste Band „Spinnennetz“ erschienen. Ich habe ihn gelesen, kurze Nächte inklusive.

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Die zehn besten schwedischen Filme (plus der allerbeste)

Der schwedische Film

Denkt man an den schwedischen Film, dann kommt einem sofort Ingmar Bergman in den Sinn. „Wilde Erdbeeren“, „Das Schweigen“, „Szenen einer Ehe“, „Das siebente Siegel“, „Fanny und Alexander“, „Persona“ – das sind die wichtigsten, aber noch lange nicht alle seiner Filme. Niemand anders prägte den schwedischen Film wie der 2007 auf Fårö verstorbene Regisseur. Doch auch wenn Bergman vielleicht andere überstrahlt, so gibt es dennoch viele andere schwedische Regisseure und Regisseurinnen, die bedeutende Filme gedreht haben.

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Lucia und ihre Katzen: lussekatter

Lucia

Es ist eine magische Nacht. Die dunkelste, die längste, eine gefährliche. Die Nacht auf Lucia, den 13. Dezember.

­Moment, stimmt doch gar nicht!“, mag nun der eine oder andere einwenden. „Der kürzeste Tag ist doch der 22. Dezember.“

Ja, richtig. Die Lucia-Nacht war mal die längste Nacht. Aber magisch ist sie bis heute. Genauso wie der darauffolgende Tag mit allen Lucia-Feiern und Lucia-Zügen.

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Raus und frei sein – mit „Fräulein Draußen“

Fräulein Draußen - Rezension

Frei sein. Draußen sein. Unterwegs sein. Ein Traum, der in vielen schlummert. Und wäre da nicht die Arbeit, die Familie, diese Verpflichtung und jene Gewohnheiten, dann würden wir den Traum ganz sicher nicht nur in einzelnen Urlaubswochen umsetzen, sonderlich gänzlich anders leben, ganz bestimmt. Kathrin Heckmann hat es nicht nur beim Träumen belassen, sie hat ihr Leben so geändert, dass der Traum Realität werden konnte. Seitdem ist sie als „Fräulein Draußen“ unterwegs.

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Alla helgons dag – das schwedische Allerheiligen

Friedhof an Allerheiligen

Ich erinnere mich noch gut an Allerheiligen – oder Alla helgons dag -, als ich als Austauschstudent in Falun lebte. Es gab eine Abkürzung von der Uni zum Wohnheim, die über einen Friedhof führte. Es war ein idyllisch gelegener mit viel Wald und einem kleinen See in der Mitte. Am ersten Samstag im November, es hatte bereits ein wenig geschneit, war ich auf einer Uni-Party. Spätabends trat ich den Heimweg an und ging wie immer über den Friedhof. Doch der war nicht wiederzuerkennen: Überall brannten Kerzen, deren Schein sich im Schnee reflektierte. Zwischen den Bäumen, wo es sonst tiefschwarz war, schimmerte es hell. Niemand außer mir war auf dem Friedhof unterwegs. Eine Pracht, eine heilige Stille, lag über dem Gräberfeld. Es war Allerheiligen.

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