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10 magische Orte in Schweden – und warum sie auch dich verzaubern werden

Magische Orte: der Sarek in Schweden

In Schweden gibt es hunderte, ja, wahrscheinlich tausende magische Orte, die dich verzaubern können. Klar, jeder Schwedenliebhaber wird so seine ganz eigenen, persönlichen Plätze haben. Dies sind unsere zehn liebsten magischen Orte in Schweden. 

(Anmerkung: Die Reihenfolge ist kein Ranking. Vielmehr durchschreiten wir das Land von Süden nach Norden. Und: Wir wissen, dass diese Liste absolut unvollständig ist. Schließlich gibt es noch so viele andere magische Orte in Schweden.)

  1. Österlen

Weite Felder, die sich über sanfte Hügel wellen, pittoreske Dörfer und Gehöfte, herrliche Sandstrände, alte Grabstätten – die Region Österlen im äußersten Südosten Skånes bezaubert mit wunderschöner Natur und gemütlichen Ortschaften. Vor allem im Frühling und Frühsommer, wenn alles blüht, ist es herrlich hier.

Die einzige Stadt in Österlen ist Simrishamn. Sie lohnt ebenso einen Besuch wie die mittelalterliche Burg Glimmingehus (auch Nils Holgersson war schon hier), die Schiffssetzung Ale Stenar und die endlosen Sandstrände rund um Kivik.

Strand in Österlen bei Stenshuvud
Strand in Österlen; Foto: Conny Fridh / imagebank.sweden.se

 

  1. Autofriedhof Kyrkö Mosse

Etwa einen Kilometer westlich von Ryd in Småland versteckt sich ein wahrlich zauberhaftes Örtchen im Wald, das im Zusammenspiel von Mensch und Natur entstand. Åke Danielsson stellte hier all jene Autos ab, die er ausschlachtete, um die noch intakten Einzelteile zu verwerten. Die Wracks ließ er stehen, sodass sich die Natur ihrer bemächtigen konnte. Nun stehen sie also da, überwuchert von Moos und Gras, und zerfallen nach und nach.

Je bekannter der Autofriedhof wurde, desto mehr Touristen kamen. Und desto mehr Menschen, die sich nicht unbedingt verantwortungsbewusst aufführen. Autoteile verschwinden und der Vandalismus nimmt zu. Wer sich von den Autos im Wald also noch verzaubern lassen möchte, sollte dies in den kommenden Jahren machen.

Autofriedhof Kyrkö Mosse
Autofriedhof Kyrkö Mosse; Foto: jasifil.se

 

  1. Visby und Fårö

Ja, Visby und Fårö sind zwei unterschiedliche Orte. Da für uns aber beide magische Orte sind, wir keinen der beiden aus der Liste streichen wollten und man zudem Fårö schnell erreicht, wenn man in Visby ist, nehmen wir sie hier zusammen.

Visby ist der Hauptort der Insel Gotland und eine wahre Perle. Umgeben von der prächtigen mittelalterlichen Stadtmauer ist die Altstadt ein einziges Museum und absolut zu Recht Teil des UNESCO Weltkulturerbes. Unzählige Ruinen, enge Gassen und alte Gebäude versetzen den Besucher zurück ins Mittelalter – und das nicht nur während der Mittelalterwoche Anfang August. Wenn dann noch die Rosen blühen und man ein gemütliches Café findet, ist die Idylle perfekt.

Stadtmauer von Visby, Gotland
Stadtmauer von Visby, Gotland

Die Insel Fårö, Heimat des Regisseurs Ingmar Bergman, liegt im Nordosten Gotlands. Magisch, fast schon surreal ist sie wegen den sogenannten Rauken, bis zu zehn Meter hohen Kalksteinsäulen, die am Strand herumstehen, als schauten sie hinaus aufs Meer. Rauken gibt es nicht nur auf Fårö, doch die schönsten findet man hier bei Langhammar. Ihre Gestalten regen die Fantasie an. Hier den Sonnenuntergang zu verbringen, ist wahrlich ein Traum.

 

  1. Smögen (oder jeder andere Küstenort in Bohuslän)

Traumhaft sind auch die Sonnenuntergänge in Smögen oder an fast jedem anderen Küstenort zwischen Göteborg und der norwegischen Grenze. Eng schmiegen sich die weißen und roten Häuser und Bootsschuppen an die von den Gletschern glattgeschliffenen Felsen. Hier in einem Café, auf dem von der Sonne gewärmten Felsen oder auf einem Steg zu sitzen, dem Meer und den Möwen zuzuschauen und einfach nur zu genießen, ist mit das Beste, was der Schwedenurlaub an der Westküste zu bieten hat.

Tipp: Smögen ist ähnlich wie Marstrand und Lysekil in der Hochsaison touristisch ziemlich überlaufen. Etwas entspannter geht es auf den Insel Orust und Tjörn zu.

Magische Orte: Smögen in Bohuslän
Schärentraum Smögen; Foto: Sebastian Lineros / imagebank.sweden.se

 

  1. Sandhamn

Die Stockholmer Schären stehen den Inseln vor Göteborg und in Bohuslän in nichts nach. Besonders herrlich ist die Bootsfahrt von Stockholm bis zur äußersten Schäre Sandön mit ihrem kleinen und gemütlichen Ort Sandhamn. Bereits auf der Fahrt fühlt man sich wie in „Ferien auf Saltkråkan“. Angekommen auf der Insel warten dann Cafés, Restaurants und wunderschöne Sandstrände und Badeplätze. Die Großstadt liegt nur wenige Kilometer entfernt und dennoch fühlt man sich wie in einer fernen Welt. Einer Welt, in der es keinen Stress gibt. Deswegen sollte man die Zeit in Sandhamn so lange wie nur möglich hinauszögern und erst das letztmögliche Schiff zurück in die Stadt nehmen.

Idylle auf Sandhamn
Idylle auf Sandhamn

 

  1. Sundborn

Der winzige Ort Sundborn in der Nähe von Falun ist fest mit dem Künstler Carl Larsson verknüpft. Hier kaufte er sich ein Haus und gestaltete es zusammen mit seiner Frau Karin zu einem kleinen Kunstwerk um. Auf seinen Gemälden hielt er nicht nur das Leben seiner Familie, sondern dabei eben auch die Inneneinrichtung des Hauses fest – und prägte damit den schwedischen Stil und unter anderem auch IKEA.

Wer hier im Garten und an dem kleinen Flüsschen entlangwandelt, der weiß genau, weshalb Carl Larsson dieses und kein anderes Haus haben wollte – es ist einfach magisch schön.

Carl Larsson: Frukost under stora björken 1896
Carl Larsson: Frukost under stora björken 1896

 

  1. Tällberg am Siljansee

Der Siljansee in Dalarna wird oft als das Herz Schwedens bezeichnet, da hier Traditionen noch besonders lebendig sind. Magische Orte gibt es rund um den See mehrere. Einer sticht dabei aber heraus: Tällberg, gelegen zwischen Rättvik und Leksand. Obwohl der kleine Ort weniger als tausend Einwohner hat, wird er dennoch von mehr als einer Viertelmillion Touristen pro Jahr besucht.

Was ist der Grund dafür? In Tällberg stehen nur Holzhäuser im alten schwedischen Stil, angemalt im klassischen Faluröd. Diese Ursprünglichkeit des Ortes hat Künstler angezogen, die sich hier niedergelassen haben. Und so wurde aus einem einfachen Bauerndorf ein kulturell bedeutender Künstlerort – und definitiv eines der schönsten Dörfer Schwedens.

Gilt als das Herz Schwedens: der Siljansee in Dalarna
Der „Herz Schwedens“: der Siljansee; Foto: Jacque de Villiers / imagebank.sweden.se

 

  1. Höga Kusten

Bis zu 300 Meter hoch erheben sich die Berge entlang der Höga Kusten, der Hohen Küste, ein zerklüfteter Küstenstreifen nördlich von Härnösand im Ångermanland. Unzählige Wanderwege laden ein zu kurzen und langen Wanderungen. Besonders schön ist es dabei im Skuleskogens Nationalpark. Von der Küste aus geht es steil bergauf, kleine Seen säumen die Wege, die mal durch mooriges, mal durch steiniges Gelände führen. Irgendwann steht man oben und kann die atemberaubende Sicht über die Küste, die vorgelagerten Inseln und das Meer genießen.

Tipp: Auch mit dem Seekajak kann die Höga Kusten wunderbar erpaddelt und erkundet werden.

Magische Orte: Höga kusten
Ein magischer Ort: Höga kusten; Foto: Friluftsbyn Höga Kusten / imagebank.sweden.se

 

  1. Sarek

Großartiger, fantastischer, dramatischer geht’s in Schweden kaum mehr: Der Sarek Nationalpark in Lappland ist eine der letzten wirklichen Wildnisse in Europa und nur etwas für Abenteurer und Outdoor-Erfahrene. Denn es gibt keine ausgewiesenen Wege und auch keine Hütten in diesem Nationalpark. Dafür aber atemberaubende Landschaften, viele Berge, die die 2000 Meter-Marke knacken und über 100 Gletscher. Das Highlight ist der Blick ins Delta des Rapadalen (siehe das Beitragsbild in diesem Artikel). Auch die Chance, Bären, Luchse oder Elche zu sehen, ist hier durchaus gegeben.

Magische Orte: Blick ins Rapadalen im Sarek, Schweden
Blick ins Rapadalen im Sarek; Foto: Fredrik Schlyter / imagebank.sweden.se

 

  1. Abisko

Während der Sarek schwer zugänglich ist, ist die lappländische Fjälllandschaft rund um Abisko mit dem Zug oder Auto leicht zu erreichen. Zudem beginnt bzw. endet hier der Kungsleden; auch gibt es mehrere Hütten in der Umgebung, auf denen man als Wanderer oder Skitourengeher übernachten kann. Abisko selbst ist dabei kein magischer Ort, sondern eher ein hässliches, langweiliges Dorf. Aber die Möglichkeiten, die das am See Torneträsk gelegene Abisko bietet, sind einmalig.

Am besten quartiert man sich in der STF Abisko Fjällstation ein (praktischerweise mit eigenem Bahnhof). Von hier aus kann man Wanderungen auf dem Kungsleden oder auf anderen Wegen, zum Beispiel zu den Lapporten, beginnen. Ein besonders magischer Moment ist es, im Sommer um Mitternacht auf den Berg Nuolja zu wandern oder mit der Seilbahn zu fahren. Wenn man hier während der Mitternachtssonne steht und auf die fantastische Landschaft, die sich vor einem ausbreitet, hinunterblickt, dann weiß man: Schweden ist nicht nur schön. Schweden ist zauberhaft.

Blick auf Abisko vom Nuolja während der Mitternachtssonne

 

Neben diesen zehn Plätzen gibt es noch viele andere magische Orte in Schweden. Welche sind deine ganz besonders zauberhaften? Teile sie gerne mit uns im Kommentarfeld!

Beitragsbild: Anders Ekholm / imagebank.sweden.se

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