Essen und Trinken

Drei Dinge, die du in Schweden getrunken haben musst – oder doch nicht?

Trinken in Schweden: Schnaps

In jedem Land gibt es typische Dinge, von denen die einen sagen, man muss sie unbedingt gesehen, erlebt, gegessen oder getrunken haben, wohingegen andere da nur den Kopf schütteln können. Wir haben drei Dinge zusammengestellt, die jeder Schwedenbesucher getrunken haben sollte. Oder doch nicht?

  1. Punsch

Der schwedische Punsch kommt aus Indonesien. Klingt seltsam? Dann sollten wir uns erst einmal von unserer Vorstellung von Punsch trennen. Denn der schwedische Punsch hat mit dem süßen Gesöff, das Kinder auf hiesigen Weihnachtsmärkten trinken, nichts zu tun.

Ein Segler der schwedischen Ostindien-Handelskompanie brachte im 18. Jahrhundert Arrak, einen süßlichen Reisbranntwein, nach Schweden. Arrak in Kombination mit viel Zucker macht den süßlichen Geschmack des Punsches aus. Das alkoholische Getränk mit ungefähr 25% vol. kann warm oder kalt getrunken werden und ist heutzutage vor allem in Studentenkreisen beliebt.

Wenn du richtig schwedisch sein willst, dann kannst du das nächste Mal, wenn Punsch serviert wird, das Liedchen „Punschen kommer“ anstimmen. Du wirst bestimmt nicht alleine singen.

 

  1. Kaffee

In Schweden muss man Kaffee trinken. Ein Schwede, der keinen Kaffee trinkt – ist der überhaupt Schwede? 1200 Tassen Kaffee trinkt ein Durchschnittsschwede pro Jahr. Das sind vier Tassen pro Tag oder elf Kilo im Jahr. Nur die Finnen trinken noch mehr.

Gehört zu Schweden wie das Amen in die Kirche: Fika
Kaffee und fika gehören zu Schweden, Foto: Miriam Preis / imagebank.sweden.se

Kaffee wird eigentlich immer getrunken: zum Frühstück, zwischendurch, nach dem Mittag- und nach dem Abendessen. Und natürlich zur Fika-Pause. Die – und damit auch der Kaffee –  gehört zu Schweden wie das Papphütchen zur kräftskiva. Mittlerweile werden in den Cafés auch vielerlei Variationen angeboten, wobei der gute, alte Filterkaffee, der stundenlang auf der Warmhalteplatte vor sich hindampft, nach wie vor erstaunlich populär ist.

 

  1. Brännvin

„Mehr Branntwein, mehr Branntwein!“, singt der schwedische Komiker und Rocker Eddie Meduza, um dann fortzusetzen: „Es ist so verdammt schön, vollkommen besoffen zu sein. Es macht doch wohl nichts aus, wenn man niederstürzt. Denn Branntwein kann man jahrelang trinken. Ja, und wenn unsere Gehirne schrumpfen und kleiner werden, dann können wir uns immer noch ein Computergedächtnis zulegen.“

Brännvin wird in Schweden sehr, seeehr gerne getrunken. Oftmals auch in der gewürzten Variante, dann snaps genannt. Da Schweden ein Kartoffelland ist, gibt es folgerichtig auch viele Kartoffelbranntweine. – Skål!

 

Drei Dinge, die du in Schweden gegessen haben musst – oder doch nicht?

Beitragsbild: Tuukka Ervasti / imagebank.sweden.se