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4 Dinge, die du in Stockholm gesehen haben solltest

Blick in eine Straße in der Stockholmer Altstadt Gamla Stan

Stockholm ist eine wahre Perle. Die Hauptstadt Schwedens wartet nicht nur mit unzähligen Sehenswürdigkeiten auf, sondern bietet so viele herrliche Orte, die es wert sind, angesteuert zu werden. Da fällt es schwer, sich zu entscheiden. Vor allem wenn man nur kurz und / oder zum ersten Mal in Stockholm ist.

Wir haben vier Dinge zusammengestellt, die du in Stockholm gesehen oder erlebt haben solltest, wenn du nur wenig Zeit hast:

  1. Gamla Stan

Die Altstadt Stockholms liegt auf der Insel Stadsholmen im Zentrum der Stadt. Stadsholmen ist eine von vierzehn Inseln, auf die sich die Hauptstadt mittlerweile erstreckt. Doch das war nicht immer so, denn im Mittelalter bestand Stockholm im Großen und Ganzen aus dem, was heute die Altstadt, Gamla Stan, ist. Der mittelalterliche Charakter hat sich hier bewahrt. Enge Gässchen, alte Kaufmannshäuser und kleine Plätze prägen das Stadtbild. Zwar schieben sich in der Hochsaison Touristenmassen durch die Gassen, dennoch ist ein Besuch von Gamla Stan ein Muss. Es gibt gemütliche Cafés, nette Restaurants, Eisdielen. Die Gassen neigen sich zum Wasser hin, das von überall in der Altstadt in wenigen Schritten zu erreichen ist. Der zentrale Platz Stortorget lädt zum Verweilen ein, auch das Nobel-Museum oder das Königsschloss können besucht werden.

 

  1. Flanieren in Norr- und Östermalm

Willst du von Gamla Stan zum Vasa-Museum (siehe Punkt 3) bietet sich der Fußweg an der Oper vorbei, über den Kungsträdgården und am Strandvägen entlang an. Ist Gamla Stan der gemütliche, urige Teil Stockholms, begibst du dich nun in den prächtigen. Wenn du gut und teuer essen magst, kannst du dies im berühmten Operakällaren. Dahinter liegt der Kungsträdgården, wunderschön im Frühling, wenn die Kirschblüten den Platz in leuchtendes Rosa wandeln, lebendig und jung im Sommer, da hier viele Konzerte und Feste stattfinden.

Kirschblüte im Kungsträdgården

Weiter geht’s zum Königlichen Theater (Dramaten). Hier legen die Boote zu den Fjäderholmarna (siehe Punkt 4) und zu anderen Schären ab. Und hier beginnt auch der Strandvägen, die Stockholmer Prachtstraße. Die Geschäfte sind exklusiv, die Hotels ebenso. Links ragen prächtige Gebäude aus dem Ende des 19. Jahrhunderts auf, rechts liegen unzählige Boote an der Kaimauer vertäut. Wenn du den Blick übers Wasser schweifen lässt, siehst du Skeppsholmen mit dem Modernen Museum, im Süden Södermalm sowie Djurgården mit dem Skansen, dem Vergnügungspark Gröna Lund und dem Vasa-Museum, dem nächsten Ziel.

 

  1. Vasa-Museum

Du interessierst dich nicht für Geschichte? Und für Seefahrt auch nicht? Dann geh trotzdem ins Vasa-Museum. Denn die Vasa, um die sich hier alles dreht, und ihr Schicksal sind einfach beeindruckend.

Im Dreißigjährigen Krieg ließ der schwedische König das prachtvolle Schiff bauen. Es sollte Freund und Feind in Ehrfurcht versetzen und die Macht des Königs demonstrieren. Doch dummerweise ging dieser Plan nicht auf, denn das Schiff wurde falsch geplant, sodass es auf seiner Jungfernfahrt im Jahr 1628 nach nur etwas mehr als einem Kilometer zur Seite kippte und sank. In den 1950er Jahren wurde das fast komplett erhaltene Wrack entdeckt und geborgen. Seit 1990 befindet sich die Galeone im eigens dafür gebauten Vasa-Museum. In der 34 Meter hohen Haupthalle thront die Vasa und kann von sechs Ebenen aus bestaunt werden. Das Schiff imponiert – auch denen, die sich ansonsten kein bisschen für Schiffe interessieren. Daneben informiert das Museum über das Leben im 17. Jahrhundert, Schwedens Rolle im Dreißigjährigen Krieg sowie die spannende Suche nach dem Wrack und dessen Bergung. Auch eher trockene Themen sind gut aufbereitet, sodass man leicht die Zeit vergisst.

 

  1. Fjäderholmarna

Stockholm ist vom Wasser geprägt, immerhin sind 30 Prozent der gesamten Stadtfläche von Wasser bedeckt. Stockholm selbst erstreckt sich über 14 Inseln, die teils in der Ostsee, teils im See Mälaren liegen. Die Insel Stadsholmen bildet die Trennlinie zwischen dem Süßwasser des Mälaren und dem Salzwasser der Ostsee. Doch was sind schon 14 Inseln gegen 24.000? So viele größere und kleinere Eilande tummeln sich nämlich im Stockholmer Schärengarten. Wer Stockholm wirklich erlebt haben will, der muss in die Schären fahren, denn sie gehören zur Hauptstadt fest dazu. Wenn du aber keine Zeit für einen großen Ausflug beispielsweise nach Sandhamn hast, dann nimm doch einfach das Boot auf die Fjäderholmarna.

Diese kleine Inselgruppe ist nur 20 Minuten Bootsfahrt vom Nybrokajen in der Innenstadt entfernt und dennoch bietet sie Schärenfeeling. An der Anlegestelle wirst du von kleinen roten Holzhäusern in Empfang genommen, es gibt zwei Restaurants, auf der anderen Inselseite haben sich Kunsthandwerker niedergelassen. In süßen Lädelchen bieten sie ihre Produkte an. Oder du liegst einfach faul auf den sonnenbeschienenen Felsen oder genießt im Café Röda Villan bei einem Kaffee und einem leckeren Paj den Blick aufs Meer. Doch Vorsicht! Irgendwann fährt das letzte Boot zurück, und das solltest du nicht verpassen, auch wenn du am liebsten gar nicht mehr weg möchtest.

Eine Oase der Ruhe: das Café Röda Villan auf den Fjäderholmarna